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Sie stehen auf der Roten Liste: Schopfhirsch-Weibchen bevölkert den Zoo Frankfurt

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Von: Niklas Hecht

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Das Schopfhirsch-Weibchen Samantha ist in den Frankfurter Zoo eingezogen.
Das Schopfhirsch-Weibchen Samantha ist in den Frankfurter Zoo eingezogen. © picture alliance/dpa/Zoo Frankfurt

Im Frankfurter Zoo gibt es eine neue Art zu bestaunen. Das 7-jährige Schopfhirsch-Weibchen Samantha kommt aus Magdeburg in die Mainmetropole.

Frankfurt - Der Frankfurter Zoo vermeldet einen Neuzugang. Seit einigen Wochen ist die Mainmetropole die neue Heimat des 7-jährigen Schopfhirsch-Weibchens Samantha. Wie der Zoo Frankfurt in einer Pressemitteilung berichtet, kam Samantha aus dem Magdeburger Zoo nach Frankfurt und teilt sich nach ihrer Entlassung aus der Quarantänestation nun ein Gehege mit zwei Mandschurenkranichen und dem 15 Jahre alten chinesischen Muntjak-Bock Ruud.

Langfristig solle das Weibchen aber einen Schopfhirschbock zur Seite bekommen und für Nachwuchs sorgen, schreibt die Stadt. Schopfhirsche, die in der Wildnis in Ostasien und insbesondere in China vorkommen, sind, genauso wie ihre nahen Verwandten, die chinesischen Muntjaks, eine Zwerghirschart. Im Gegensatz zu diesen, so die Stadt Frankfurt, gelten Schopfhirsche aber nicht als invasiv.

Neue Art im Zoo Frankfurt: Schopfhirsche stehen auf der Roten Liste

Diese gebietsfremden Arten könnten große Schäden in ihren neuen Lebensräumen anrichten, in die sie meist – durch Zufall oder Absicht – vom Menschen eingeführt wurden, zitiert die Stadt den Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des Frankfurter Zoos, Stefan Stadler. „Vor diesem Hintergrund muss die Haltung Chinesischer Muntjaks im Zoo Frankfurt leider auslaufen.“

In Zukunft sollten deshalb die Schopfhirsche die wenig bekannten und zoologisch hochinteressanten asiatischen Hirsche im Frankfurter Zoo vertreten, erklärt Stadler. Schopfhirsche stehen seit 2014 auf der Roten Liste der Weltnaturschutz­union und werden aufgrund ihres in ihrer Heimat beliebten Fleisches und Fells als potenziell bedroht angesehen. (Niklas Hecht)

Frankfurt: Erst kürzlich vermeldete der Zoo einen weiteren Neuzugang

Einen weiteren Neuzugang meldete der Zoo Frankfurt vor einigen Wochen. Nach dem Tod von Publikumsliebling Nobody zog im Juli der zweieinhalb Jahre alte Chimbo in die Brillenbären-Anlage. Dort leben nun zwei männliche Exemplare, in Zukunft möchte der Zoo die bedrohte Art aber gerne wieder züchten.

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