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Trauer um Otti: Letzter Seebär im Frankfurter Zoo gestorben

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Von: Karolin Schäfer

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Der Seebär-Bulle Otti ist im Frankfurter Zoo verstorben.
Der Seebär-Bulle Otti ist im Frankfurter Zoo verstorben. © Zoo Frankfurt

Der Seebär Otti ist aufgrund eines großflächigen Tumors gestorben. Mit dem Tod gibt es vorerst keine Seebären mehr im Frankfurter Zoo.

Frankfurt – Der Frankfurter Zoo hat einen Verlust zu beklagen: Der südafrikanische Seebär-Bulle Otti ist am vergangenen Dienstag (3. Mai) gestorben. Bei der Obduktion des Tieres wurden ein großer Tumor sowie Metastasen in der Lunge festgestellt. Das teilte die Stadt Frankfurt am Dienstag (10. Mai) in einer Erklärung mit.

Kurz vor seinem Tod bemerkten Pflegerinnen und Pfleger, dass es nicht gut um den Gesundheitszustand von Otti stand. Dies äußerte sich vor allem darin, dass der Seebär nicht mehr essen wollte. Zudem habe sich der fast 20-jährige Seebär nur noch im großen Wasserbecken aufgehalten. Die Lebenserwartung von Seebären liegt bei 20 bis 25 Jahren.

Nach Tod von Otti: Keine Seebären mehr im Frankfurter Zoo

Um das Tier zu untersuchen, wurde das Wasser in dem Becken abgelassen, hieß es seitens der Stadt Frankfurt. Zu einer entsprechenden Untersuchung sei es aber nicht mehr gekommen, da Otti noch am selben Abend starb. „Bei der Obduktion im LHL (Landesbetrieb Hessisches Landeslabor) wurden ein großflächiger Tumor, der sich von der Unterhaut tief in die Muskulatur erstreckte, sowie dessen Metastasen in der Lunge gefunden“, informierte Tierärztin Nicole Schauerte.

Mit dem Tod gibt es vorerst keine Seebären mehr im Frankfurter Zoo. Otti war seinerzeit für den Seebären-Nachwuchs in Frankfurt zuständig. Insgesamt 17 Mal sorgte er für Nachkommen, die heute in Zoos auf der ganzen Welt leben. Erst im Dezember 2021 sind zwei seiner Söhne nach Brasilien umgezogen, so die Stadt. (kas)

Es ist schon die zweite traurige Nachricht aus dem Zoo in Frankfurt innerhalb weniger Tage. Erst am Donnerstag (5. Mai) teilte der Zoo mit, dass Gorilla-Dame Dian im Alter von 33 Jahren eingeschläfert werden musste. Der Grund für den schweren Schritt war eine seltene und schwerwiegende Erkrankung des Affen.

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