Tobias Fechler (Mitte), Chef der Nieder CDU, hat sich mit den Anwohnern der Straße „An der Steinmühle“ getroffen, die darüber klagen, dass ihre Straße mit Lieferwagen und Autos der nahen Werkstatt an der Ludwig-Scriba-Straße zugestellt wird. FOTO: privat
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Tobias Fechler (Mitte), Chef der Nieder CDU, hat sich mit den Anwohnern der Straße „An der Steinmühle“ getroffen, die darüber klagen, dass ihre Straße mit Lieferwagen und Autos der nahen Werkstatt an der Ludwig-Scriba-Straße zugestellt wird.

An der Steinmühle

Ärger wegen Parkplätzen und Müll: Anwohner in Frankfurt wütend

An der Steinmühle in Frankfurt-Nied herrscht ein „Verkehrschaos“. Die Anwohner kämpfen gegen Falschparker, Schrottautos und Müll.

Frankfurt-Nied – An der Steinmühle in Nied kämpfen Nachbarn gegen Falschparker, Schrottautos und Müll. "Die Stadt muss jetzt helfen", da sind sich Tobias Fechler und Andreas Welcher einig. Die beiden Vorsitzenden der CDU Nied haben sich mit mehr als 20 Anwohnern der Straße "An der Steinmühle" getroffen, weil die Menschen dort unter der Verkehrssituation in ihrer Straße leiden. Anwohnerin Zümrüt Cal hatte sich schriftlich an die Mitglieder des Ortsbeirats 6 gewandt. "Wir haben in unserer Straße ,An der Steinmühle' fast jeden Tag ein Verkehrschaos", berichtete sie. Daraufhin hatte sich die CDU Frankfurt-Nied den Ball aufgenommen und ein Treffen angeboten. "Uns war wichtig, den Bürgern zuzuhören, um zu entscheiden, wie wir im Ortsbeirat weiterhelfen können," sagt Tobias Fechler, 1. Vorsitzender der CDU Nied.

Das Problem ähnelt der Situation in vielen anderen Straßen: "Wir Anwohner finden kaum noch Parkplätze für unsere Autos", beschwert sich Zümrüt Cal. Die Straße "An der Steinmühle" - eine Sackgasse in L-Form - werde abends komplett zugeparkt, auch die Parkverbotsflächen. Kontrolliert würde selten bis gar nicht. "Bis tief in die Nacht fahren besonders Gewerbetreibende auch von außerhalb Frankfurts ihre Firmenfahrzeuge zum Parken in die Straße", berichtet Zümrüt Cal. Das Rangieren sowie laute Gespräche der betreffenden Personen bis tief in die Nacht stören die Anwohner in ihrer Nachtruhe. Zudem werde sehr oft nachts illegal Müll entsorgt.

Falschparker in Frankfurt: Werkstatt könnte Parkfläche für Kunden nutzen

Auch komme es regelmäßig vor, dass Parkplätze von Autos blockiert werden, anscheinend, um sie "für andere freizuhalten". "Abgemeldete Autos stehen hier manchmal viele Monate", erzählt Sinan Sürmeli, ebenfalls Anwohner in der Straße. Bekäme ein Auto einen roten Aufkleber, würde es auf einen Abschleppwagen geladen, der ebenfalls ständig in der Straße stehe - auf einer nicht zum Parken gekennzeichneten Fläche. Bei ihrem Treffen mit der CDU Nied äußern die Anwohner den Verdacht, dass ein vor nicht allzu langer Zeit erst eröffneter Kfz-Betrieb an der Ludwig-Scriba-Straße die Parkflächen in der Straße "An der Steinmühle", quasi direkt hinter der Werkstatt, für Autos seiner Kundschaft nutzt.

"Hier stehen etliche Unfallautos", hat auch Anwohner Jürgen Eggersglüß beobachtet. Manchmal tropfe Öl auf den Boden. "Wir haben mit dem Betrieb schon geredet. Der nimmt uns nicht ernst", sagt Zümrüt Cal verärgert. Sie hat in einer Unterschriftenaktion mehr als 70 Namen und Adressen von Menschen aus der Nachbarschaft zusammen bekommen, die sie am Dienstag, 26. Oktober, dem Ortsbeirat 6 in der Bürgersprechstunde seiner nächsten Sitzung übergeben möchte.

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Anwohner haben wegen der vielen Autos Angst um ihre Kinder

Veysel und Gonca Bayatli sind besonders besorgt über schnell fahrende Autos in der Straße und fordern Aufpflasterungen oder eine Umwidmung zur verkehrsberuhigten Straße. Offenbar würden in der Nähe Autos verkauft und in der Straße "An der Steinmühle" getestet. "Wir haben große Angst um unsere Kinder, die manchmal auf der Straße spielen", sagt Veysel Bayatli.

"Wir nehmen die Sorgen der Anwohner sehr ernst", meint Tobias Fechler. Ihm ist ein riesiger Sprinter ohne Nummernschild, aber mit geöffneten Türen aufgefallen. Ein kleiner Junge, Francesco Di Rosa, macht den CDU-Kommunalpolitiker auf den Motorraum des Sprinters aufmerksam: Der Motor ist ausgebaut Zu Verkehrsproblemen komme es auch bei den Veranstaltungen der Alevitischen Gemeinde, die ihren Sitz "An der Steinmühle" hat. Laut ihrem Vorsitzenden Cihan Özkaya, mit dem Tobias Fechler nach dem Anwohnertreffen telefoniert hat, ist sie eine der größten Gemeinden in Deutschland.

Falschparker in Frankfurt: Parkplätze reichen nicht aus

Wöchentlich gebe es zu den normalen Veranstaltungen zusätzlich zwei bis drei Beerdigungen, zu denen manchmal mehr als hundert Besucher aus ganz Deutschland kämen. Die Parkplätze der ganzen Straße reichten bei weitem nicht aus. Cihan Özkaya möchte genau wie die anderen Bewohner auch, dass das Parkplatzproblem gelöst wird - und ist offen für alternativ Parkplätze für seine Gemeinde. Fechler lobt das Engagement der Anwohner. "Richtig gut finde ich, dass die Menschen die Probleme im guten Einvernehmen lösen möchten." Mit einem Antrag möchte die CDU dazu beitragen, dass die Stadt die Missstände an der Steinmühle prüft und unverzüglich beseitigt. Zümrüt Cal bedankte sich: "Wir sind sehr froh, dass jemand vom Ortsbeirat zu uns gekommen ist und uns zugehört hat." (red)

Auch in Frankfurt-Bornheim ist die Parkplatzsituation für die Anwohner belastend. Sie bekommen Strafzettel, obwohl sie ihre Gebühren bezahlen.

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