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Einige Restaurants und Bars in der Altstadt von Frankfurt müssen um ihre Sommergärten fürchten.

Verwirrung um Sommergärten 

Wirte in der Altstadt von Frankfurt schlagen Alarm: Nun schaltet sich die AfD ein

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Frankfurt: Die Altstadt droht im Sommer zu verwaisen. Den Restaurants werden wohl zum Teil die Sommergärten gestrichen. Nun schaltet sich die AfD in ein.

Update vom Sonntag, 24.11.2019, 20.08 Uhr: Nachdem nun einige Wirte in der Altstadt von Frankfurt einen Brief von der Feuerwehr bekommen haben, in dem ihnen mitgeteilt wird, künftig nicht mehr den Außenbereich bewirten zu dürfen, fordert die AfD-Fraktion Klarheit. So hat die AfD im Römer eine Anfrage gestellt. 

„Wurde den Wirten im Bereich der Altstadt Zusagen bezüglich der Nutzung der Außenflächen gemacht, beziehungsweise wurden mit diesen entsprechende Vereinbarungen getroffen?“, fragt Reinhard Stammwitz, der für die AfD im Ausschuss Dom-Römer sitzt. „Wenn ja, von wem und in welcher Form erfolgten diese Zusagen, respektive Vereinbarungen?“

Zudem stellt er sich die Frage, was auf den von der Frankfurter Branddirektion beanspruchten Flächen erlaubt und nicht erlaubt ist. Auch erkundigt sich der AfD-Stadtverordnete, welche Flächen in der Altstadt der Magistrat künftig für Wirte als Bereiche für die Außengastronomie freigeben will und mit welchen Auflagen. 

Frankfurt: Gastronomen in Altstadt schockiert nach Brief von Feuerwehr

Erstmeldung vom Donnerstag, 07.11.2019, 12 Uhr: Frankfurt - Im Sommer auf ein Bierchen in der Frankfurter Altstadt sitzen, sich von der Sonne verwöhnen und die Alltagssorgen Alltagssorgen sein lassen? Das könnte, zumindest in Teilen, bald Geschichte sein. Denn: Die Außengastronomie einiger Lokale in der Frankfurter Altstadt behindert die Feuerwehr. Diese benötigt Platz für die Flucht- und Rettungswege. 

So haben nun eine Handvoll Wirte vor knapp zwei Wochen Post von der Branddirektion bekommen, wie die „FAZ“ berichtet. Die Aufforderung: Sie sollen ihre Außengastronomie räumen. Den Stein ins Rollen gebracht hatten wohl einige Anwohner, die sich bei der Feuerwehr über zu viele Möbel auf der Straße beschwert hatten. 

Frankfurt: Restaurant in Altstadt muss wegen Feuerwehr Genehmigung beantragen

Schon in wenigen Wochen sollen die Straßen und Plätze in der Altstadt von Frankfurt als „öffentlicher Raum“ umgewidmet werden, womit die Verantwortung an das Amt für Straßenbau und Erschließung übergeht. Wer dann noch seinem Restaurant oder seiner Bar ein sommerliches Ambiente im Freien verpassen möchte, muss dort eine Sondernutzung beantragen - ein müßiger Gang.

Nicht ohne Grund sind die betroffenen Wirte entsetzt über die Hiobsbotschaft. Schließlich hatten sie die Flächen gemietet im Vertrauen darauf, sie auch nutzen zu können. Betroffen ist das „Haus zur Goldenen Waage“, das „Wirtshaus am Hühnermarkt“, die „Vinothek Balthasar Reß“ und das Café „Anno 1881“. Dessen Betreiber Hendrik Korkuter klagt: „Das ist ein Riesenschlag für uns.“ 

Gestaltung in Altstadt von Frankfurt wird Restaurants zum Verhängnis

Sein Vorschlag an die Feuerwehr: Es könnten nur noch leichte und klappbare Möbel rausgestellt werden, die im Fall der Fälle sehr schnell wieder weggeräumt werden können. Schließlich lebe die Altstadt doch „von dieser Kulisse“. Ohne sie sei die Altstadt in Frankfurt nur ein Museum, hebt Korkuter hervor.

Problematisch an der ganzen Geschichte ist auch, dass die Gestaltung der Plätze und Straßen in der Altstadt lange Zeit unkoordiniert über die Bühne ging. Die Verantwortung hatte bislang die Dom-Römer-GmbH. Deren neue Geschäftsführerin Regina Fehler hebt jedoch hervor, dass die Vermietung des Außenraumes nicht in ihrer Zuständigkeit liegt. 

Prunkstück der Frankfurter Altstadt ist fertig: In der Goldenen Waage in Frankfurt können Besucher sich jetzt gehobene Wohnkultur aus vergangenen Zeiten anschauen.

Feuerwehr zeigt Verständnis für Restaurants in Altstadt von Frankfurt

Wirt Korkuter erklärt allerdings, dass Fehlers Vorgänger Michael Guntersdorf „viel versprochen“ habe - eine verzwickte Angelegenheit. So verzwickt, dass auch die Feuerwehr Verständnis für den Unmut der Wirte zeigt. Michael Brückmann, stellvertretender Leiter der Abteilung Vorbeugung und Planung, kann den Betroffenen jedoch nur wenig Hoffnung machen. 

„Wir haben immer prophezeit, dass es zwischen Altstadt-Flair und Brandschutz einen Konflikt gibt“, betont er. Diese Prophezeiung ist nun eingetroffen - sehr zum Leidwesen der Wirte in Frankfurts Altstadt.

Von Nico Scheck

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*fnp.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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