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Cheerleading heißt Leistungssport: Akrobatische Sprünge gehören zum Standardprogramm und müssen immer wieder trainiert werden.

Hartes Training für den Erfolg

Frankfurter Cheerleading-Team „Monstercheer“ sucht Mitstreiter

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Cheerleading ist nicht einfach bloßes Wedeln mit Pompons, sondern ein Team-Leistungssport, der Bodenturnen, Akrobatik und Tanz miteinander verbindet. Die Frankfurter „Monstercheer“ zeigen ihr Können auf Wettkämpfen und Veranstaltungen.

Sprünge, Flic-Flac, Salti, Pyramiden und andere akrobatische Einlagen gehören zum Cheerleading genauso dazu wie Teamgeist. Ohne den Teamgeist würde der Mannschafts-Leistungssport gar nicht funktionieren. Bei diesem Sport muss sich nämlich jeder blind auf den anderen verlassen können und Teil eines großen Ganzen sein. Nicht nur, um eine Choreografie zu präsentieren, sondern vor allem auch, damit sich bei den Übungen keiner verletzt. Daher sind die Aufgaben auch klar geregelt.

„Vertrauen ist wichtig“, sagt Aliyah (10). Als Flyer –das sind diejenigen, die von den anderen in die Höhe gestemmt werden – muss sie sich darauf verlassen können, dass sie sicher wieder aufgefangen wird. „Ich wollte gerne Ballett oder Cheerleading machen“, erzählt die Schülerin. Filme über den Sport haben Aliya schließlich fürs Cheerleading begeistert. Über das Kindertraining ist sie mit dazu gekommen. „Zum Training brauche ich sie nie zu motivieren. Das macht ihr einfach so viel Spaß“, sagt ihre Mama Natalie Schnick und fügt hinzu: „Alle, die hier trainieren, finden ihren Platz in der Aufstellung.“

Die englische Sprache ist fester Bestandteil des Cheerleading. Kein Wunder, hat der Sport doch seine Wurzeln in den Vereinigten Staaten. „Cheer“ heißt soviel wie anfeuern oder jubeln. Beim American Football oder beim Basketball in den USA werden die Mannschaften von eigenen Cheerleading-Gruppen unterstützt, die die Teams anfeuern und das Publikum dazu motivieren, es ihnen gleich zu tun. Daneben messen sich Cheerleading-Teams auf verschiedenen Wettbewerben – sowohl national als auch international.

Auch die „Monstercheer“ zeigen ihr Können regelmäßig bei Wettbewerben und Veranstaltungen. Die Tatze mit den Krallen ist das Markenzeichen der Gruppe. Als Motiv ist sie auf der Rückseite des schwarzen Team-Shirts aufgedruckt, das die Mädchen zum Training tragen. Insgesamt haben die „Monstercheer“ drei Mannschaften. Die Jüngsten sind im Alter von vier bis zehn Jahren und heißen „Peewees“, ab elf Jahren ist man Junior und ab 15 Jahren Senior. Derzeit gibt es rund 60 Aktive, die Gruppen sollen weiter wachsen. Dafür werden noch Mitstreiter gesucht, die Spaß am Cheerleading haben.

Bei den „Monstercheer“ gibt es zurzeit nur Mädchen, keine Jungs, die sich aktiv am Sport beteiligen. „Unseren letzten Jungen habe wir an den American Football verloren“, sagt Tanja Meier. Sie ist der Headcoach, also die Chef-Trainerin der drei Gruppen. Die „Monstercheer“ wurden vor drei Jahren von Meier gegründet. Das Cheerleading ist eine Abteilung des Feuerwehrsportvereins. Trainiert wird im Sportzentrum der Feuerwehr Frankfurt.

Aliyah startete bei den Peewees, ist aber schon ein Junior. Bei den Deutschen Cheerleading Meisterschaften in diesem Jahr konnten die Juniors der „Monstercheer“ einen siebten Platz erreichen. Im vergangenen Jahr bereits qualifizierten sich die Jüngsten ebenfalls für den Wettbewerb und schnitten mit einem guten 14. Platz ab.

Pia (12) ist, wie sie erzählt, durch eine Freundin zum Team dazu gekommen. „Ich finde es toll, dass wir in jeder Saison neue und immer schwierigere Elemente lernen“, sagt sie. Sie ist eines der Mädchen, die bei den Hebefiguren den Sockel bilden. In der Fachsprache werden sie „Base“ genannt. „Das habe ich von Anfang an gemacht und kann mir auch nicht vorstellen, an einer anderen Position zu stehen.“

In der Mainmetropole gibt es neben den Monstercheers noch weitere Cheerleader-Mannschaften etwa die Gruppen der Frankfurt Pirates, die Frankfurt Dragonflyz oder die Cheerleader der Samsung Frankfurt Universe.

Das Probetraining im Sportzentrum der Feuerwehr, Feuerwehrstraße1, beginnt für die Vier- bis Zehnjährigen heute um 13.30 Uhr und geht bis 15.30 Uhr. Das Probetraining für die Juniors und Seniors schließt daran von 15 bis 18 Uhr an. Infos unter im Internet.

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