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Eine Drohne hat am 9. Mai 2019 den Flugverkehr in Frankfurt gestoppt.

Zahlreiche Flüge betroffen

Drohne legt Frankfurter Flughafen zeitweise lahm - neue Details

Am Frankfurter Flughafenwurde am Donnerstag der Flugbetrieb wegen einer Drohne zeitweise eingestellt. Zahlreiche Flüge fielen aus oder wurden umgeleitet. 

Update, 9. Mai, 15:45 Uhr:   Laut Deutscher Flugsicherung wurden in Frankfurt 143 Starts und Landungen annulliert, 48 bereits gestartete Flugzeuge seien zu anderen Flughäfen umgeleitet worden. Von der Drohne wie von ihrem Lenker fehlten am Mittag noch jede Spur. Die Bundespolizei hatte den Flugbetrieb in Absprache mit der Flugsicherung um 8.18 Uhr wieder freigegeben, nachdem das Gerät nicht mehr zu sehen war. Wie bei einem vorangegangenen Drohnenalarm Ende März stieg erneut ein Hubschrauber auf, um nach dem Flugkörper zu suchen.

Piloten sichten Drohne im Süden des Flughafens

Die aktuelle Drohne sei von mehreren Piloten im Süden des Geländes gesichtet worden, berichtete eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung. Es habe sich um ein größeres, rot lackiertes Gerät mit einem Durchmesser von etwa 1,50 Meter gehandelt. Möglicherweise sei es eine Profi-Drohne, die auch Lasten tragen könnte und für die auch außerhalb von Flughäfen eine Aufstiegserlaubnis hätte eingeholt werden müssen. Allein bei der Lufthansa waren rund 15 000 Passagiere von dem Vorfall betroffen.

FDP-Politiker verlangten ein schlüssiges Konzept zur Drohnenabwehr an den Flughäfen. "Die Bundesregierung ist in Sachen Drohnenabwehr untätig. Die jüngsten Vorfälle belegen, dass wir eine eindeutige Kompetenzzuweisung zur Drohnenabwehr benötigen", erklärte der Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther. "Die Abwehr mit einer Schusswaffe oder einem Wasserstrahl, wie die Antworten der Bundes- und Landesregierung auf unsere Anfragen vorschlagen, können ja wohl nicht ernsthaft eine Lösung für das wachsende Problem sein. Die Landesregierung muss endlich das Zuständigkeitsmikado beenden", sagte der hessische FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Naas.

Symbolbild: Der Flugverkehr wurde am Morgen am Frankfurter Flughafen eingestellt. 

Hersteller Dedrone verweist auf bereits installierte Detektionssysteme

Der Kasseler Hersteller Dedrone verwies auf zwölf bereits an europäischen Flughäfen installierte Detektionssysteme. Es sei schwer nachvollziehbar, dass erneut ein Hubschrauber losgeschickt worden sei, kritisierte Geschäftsführer Jörg Lamprecht. "Dabei gibt es Systeme, die in der Lage sind, Drohnen zuverlässig zu erkennen und zu orten."

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit zeigte sich vorsichtig zu möglichen Abwehr-Konzepten. So könnten Funk-Störsender auch die Systeme der Luftfahrt beeinträchtigen und fest installierte Abwehrwaffen zusätzliche Risiken schaffen, gab Sprecher Jannis Schmitt zu bedenken. Er forderte als ersten Schritt eine bessere Sichtbarkeit der Drohnen über Positionslichter, Funk-Transponder oder eine Signallackierung.

Fluggäste über Kommunikation des Flughafenbetreibers verärgert

In den Frankfurter Terminals beklagten Fluggäste die Kommunikation des Flughafenbetreibers. "Wir haben uns in drei verschiedenen Schlangen eingereiht und mehr als drei Stunden gewartet. Es gab kaum Durchsagen, was zu tun ist. Ich bin genervt", sagte eine 46-Jährige Amerikanerin auf der Durchreise nach Amsterdam. Auch andere Passagiere sagten, sie hätten Probleme gehabt den richtigen Schalter zu finden, um ihren Flug umzubuchen und so teilweise mehr als vier Stunden warten müssen.

Update, 9. Mai, 9.19 Uhr:   Laut eines Sprechers der Bundespolizei gab es am frühen Morgen mehrere Hinweise auf eine Drohne im Süden des Geländes. Da das Fluggerät dann aber nicht mehr gesichtet wurde, gab die Bundespolizei in Absprache mit der Flugsicherung den Betrieb um 8.15 Uhr wieder frei. Die Hintergründe der Störung seien noch unklar, so der Sprecher. Landes- und Bundespolizei arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung. Unter anderem ein Hubschrauber sei im Einsatz.

Bereits Ende März war der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen nach der Sichtung einer Drohne für eine halbe Stunde am Nachmittag eingestellt worden. Das Fluggerät war damals ebenfalls im Süden des Flughafens gesehen worden. Am größten deutschen Flughafen waren an diesem Tag von 1439 Flügen bis zum Abend rund 60 annulliert worden, die meisten allerdings im Zusammenhang mit einer Computerpanne im Flugsicherungszentrum Langen. Wegen der Drohne kamen weitere Verspätungen hinzu.

Im vergangenen Jahr 80 Prozent mehr Behinderungen des regulären Flugverkehrs durch Drohnen als 2017 

Die Deutsche Flugsicherung 2018 hat insgesamt 158 Behinderungen des regulären Luftverkehrs durch Drohnen registriert, etwa 80 Prozent mehr als noch 2017. Im Großraum von Flughäfen seien 125 der Fälle gemeldet worden, erklärte das bundeseigene Unternehmen, das für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig ist. Die meisten Störungen gab es am Flughafen Frankfurt/Main (31), gefolgt von Berlin-Tegel (17), München (14) und Hamburg (12). 2017 waren insgesamt 88 Fälle gemeldet worden.

In Deutschland sind Drohnenflüge über den Start- und Landebereich an Flughäfen verboten - genauso wie über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen. Dort, wo es erlaubt ist, müssen die Geräte während des Fluges grundsätzlich in Sichtweite bleiben und dürfen nicht höher fliegen als 100 Meter. Ausnahmen gibt es auf Modellflugplätzen.

Drohe gesichtet: Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen zeitweise eingestellt

Update, 9. Mai, 8.55 Uhr:Rund 70 Flüge sind am Donnerstagmorgen am Frankfurter Flughafen ausgefallen. Das bestätigte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport der Nachrichtenagentur AFP. Insgesamt seien für den gesamten Donnerstag 1500 Flüge geplant gewesen.

Gegen 7.30 Uhr wurde die Drohne demnach gesichtet. Um 8.18 Uhr konnte der Flughafen für den Verkehr wieder freigegeben werden. Wie viele Passagiere von der Sperrung betroffen waren, war noch unklar. Es gab zahlreiche Umleitungen für landende Flugzeuge. Die Bundespolizei arbeite an der Aufklärung des Vorfalls, sagte der Fraport-Sprecher.

Erstmeldung, 9. Mai, 8.32 Uhr: Frankfurt - Wegen einer Drohnensichtung ist der Betrieb am Frankfurter Flughafen am Donnerstag eingestellt worden. Es seien aus Sicherheitsgründen derzeit keine Starts und Landungen möglich, sagte ein Sprecher des Flughafen-Betreibers Fraport. Die Drohne sei gegen 7.40 Uhr am Gelände des Flughafens gesichtet worden. 

Die Sperrung wurde nach etwa 45 Minuten wieder aufgehoben. Die Bundespolizei ermittelt. Passagiere, die nach Frankfurt reisen oder aus Frankfurt starten wollten, mussten teilweise in den Fliegern ausharren. Zuvor hatte "Hessenschau.de" berichtet.

msb/dpa

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