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Aufbau Museumsuferfest Frankfurt

Museumsuferfest

Das Frankfurter Museumsufer wird zur Partymeile

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Die Aufbauarbeiten zum Museumsuferfest laufen auf Hochtouren, die Mainufer werden gesperrt und mit Betonblöcken gesichert. Zwei Millionen Besucher werden erwartet.

Der Aufbau ist im Gange. Bereits gestern, am Mittwoch, wurden die meisten der 16 Bühnen fertiggestellt, standen viele der gastronomischen Stände, bereiteten die Museen ihr Programm fürs Wochenende vor. Denn findet das Museumsuferfest in statt.

„Insgesamt“, schätzt Kurt Stroscher, bei der Tourismus + Congress GmbH für die Veranstaltung verantwortlich, „stehen wieder 800 bis 1000 verschiedene Stände und Bühnen am Main.“ Zwischen dem Holbeinsteg und dem Eisernen Steg spielt sich das Hauptprogramm ab. Mehrere Tausend Mitarbeiter, von den Aufbauhelfern über die Standbetreiber, die Künstler und ihre Betreuer bis hin zu den Sicherheitskräften sind beteiligt.

Stroscher rechnet wieder mit etwa zwei Millionen Besuchern während der drei Tage von Freitag – die offizielle Eröffnung ist um 18 Uhr – bis Sonntag. Für ihre Sicherheit sollen unter anderem Betonklötze auf den Straßen sorgen. Schon gestern waren die Uferstraßen nördlich und südlich des Mains gesperrt, ab Freitag ist auch die Untermainbrücke nicht mehr befahrbar.

Viele Anbieter kommen fast jedes Jahr zum Museumsuferfest. Wie etwa Michel Greulich von der Agentur Locations & Ideas, der die jeweiligen Buchmesse-Gastländer betreut. Georgien, das Gastland dieses Jahres, bietet alles auf: „Das Tourismus-Ministerium und das Ministerium für Landwirtschaft werden vertreten sein, es gibt einen Info-Stand und natürlich Stände mit georgischem Wein und Kulinarischem“, verspricht er und weist auf das 90 Meter große Areal am nördlichen Mainufer. Weiße Pavillonzelte sind bereits aufgebaut, daneben steht auch die große, schwarze Bühne schon. Licht und Tontechniker schieben Transportkisten, schließen Lautsprecherboxen an, installieren Scheinwerfer.

Fabiana Jarma, Inhaberin der „Cocina Argentina“ in der Sonnemannstraße, baute gestern mit drei Mitarbeitern die „Zweigstelle“ ihres Restaurants auf. Die begeisterte Tango-Tänzerin errichtet nebenan auch die Tango-Bühne, eine der 16 Spielstätten des Museumsuferfestes.

Jedes Jahr steht Willi Adler beim Museumsuferfest und presst am Schaumainkai Äpfel. Er betreibt den großen Possmann-Stand vor dem Städel. „Die Presse muss weiter nach links“, weist er seine Mitarbeiter an. Gemeinsam fahren sie die schwere Apfelpresse auf dem Hubwagen näher zum großen Fass, das als Stand dient.

„Äpfel“, sagt Adler, „gibt’s in diesem Jahr genug.“ Mehr jedenfalls als im Vorjahr. Die Bäume hingen voll, berichtet er, „manche lassen die Äpfel jetzt schon fallen“. Allerdings: Die Früchte sind wegen der Trockenheit sehr klein. Zwölf Zentner Äpfel hat Adler bestellt. Sie werden bis Freitag geliefert.

Zu den Höhepunkten bei diesem Museumsuferfest zählt wieder das Feuerwerk am Sonntag von 22.30 bis 23 Uhr. Es wurde nicht, wie noch beim Mainfest, abgesagt. Eine große Gaudi sind jedes Jahr die Drachenbootrennen. Am Samstag und Sonntag finden die Rennen von 9.30 bis 19.30 Uhr auf dem Main statt.

Nahezu alle Museen am Mainufer haben am Wochenende geöffnet. Mit dem „Museumsuferfest-Button“ (sieben Euro) können alle besucht werden. Viele Museen haben auch eigene Programmpunkte für das Wochenende.

Auf den 16 Bühnen gibt es Musik in jeder Stilrichtung. Wer’s klassisch mag, kann die Chor- und Orgelmeile besuchen mit Konzerten in der Alten Nikolaikirche.

Die Polizei weist darauf hin, dass das Überfliegen von Menschenmengen mit Drohnen und Flugmodellen grundsätzlich verboten ist. Ein Verstoß kann mit bis zu 50 000 Euro Bußgeld geahndet werden.

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