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Hier in die Marie-Curie-Straße 30 kann die Polizei erst im August einziehen.

14. Revier muss im Frühjahr ausziehen

Frankfurter Nordwesten bald ohne Polizei

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Die Polizei muss das Nordwestzentrum räumen, doch das neue Revier im Mertonviertel ist noch nicht fertig. Im Nordwesten könnte Polizei bald Mangelware werden.

Die geplante Zusammenlegung der Polizeireviere 14 und 15 verläuft doch nicht so glatt, wie geplant. Wie gestern bekannt wurde, müssen die Beamten des 14. Reviers ihr Domizil im Nordwestzentrum bereits im April verlassen. Wie berichtet, sollen das 14. und das 15. Revier (Frankfurter Berg) eine gemeinsame Direktion Nord bilden. Als Gebäude ist ein Bürohaus in der Marie-Curie-Straße im Mertonviertel ausersehen, das jedoch noch umgebaut wird. Bislang ist geplant, die Direktion Nord im August 2017 zu gründen.

Die Polizei bestätigte gestern eine Meldung der IG Riedberg, wonach das 14. Revier schon vier Monate früher das Nordwestzentrum verlassen muss. Damit entsteht eine zeitliche Lücke in der Polizeiversorgung des Nordwestens der Stadt. Denn die Beamten des Reviers sollen übergangsweise im Polizeipräsidium in der Adickesallee unterkommen, bis das Gebäude Marie-Curie-Straße fertig ist. Dieser Standort ist jedoch weit weg vom Zuständigkeitsgebiet des 14. Reviers. Es bearbeitet die Stadtteile Heddernheim, Nordweststadt, Niederursel, Praunheim, Riedberg und Mertonviertel.

Hintergrund des erforderlichen Umzugs: Das Nordwestzentrum wird umgebaut. „Die Feuerwehr ist schon raus“, sagt Georg-Hubertus Lackner, Manager des Nordwestzentrums, „und für die Polizei ist es jetzt leider auch so weit.“ Seitens Lackner spricht jedoch nichts dagegen, drei- oder viermal pro Woche eine mobile Wache im Zentrum aufzubauen. Der Umzug der Polizei hat sich schon zuvor verzögert. Das jetzt anvisierte Bürogebäude in der Marie-Curie-Straße im Mertonviertel ist die zweite Wahl. Ursprünglich sollte die neue Direktion mit 150 Beamten in der Lurgiallee 5 entstehen und Anfang 2016 öffnen. Der Eigentümer ist jedoch vom Vertrag zurückgetreten und hat die Polizei in Zugzwang gebracht. Ein Nebengebäude des Bürokomplexes Marie-Curie-Straße 30 ist die zweitbeste Lösung, doch die für Frühjahr 2017 vorgesehene Eröffnung der Polizeidirektion verschiebt sich bis zum Sommer.

Die Zwischenzeit sollen die Polizisten überbrücken, indem sie mit mehreren Streifen im Nordwesten unterwegs sind. In den Hochhäusern der Nordweststadt führen Familienstreitigkeiten häufig zu Streifeneinsätzen. Dafür müssen Beamte bald von der Adickesallee aus anrücken.

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