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Frankfurter Palmengarten spart fürs Klima

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Von: Thomas Stillbauer

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Müssen auch mithelfen: die exotischen Pflanzen, hier eine Aloe aus der afrikanischen Wüste im Tropicarium, die es gern warm hat.
Müssen auch mithelfen: die exotischen Pflanzen, hier eine Aloe aus der afrikanischen Wüste im Tropicarium, die es gern warm hat. © Renate Hoyer

Der Palmengarten in Frankfurt macht Einschnitte bei Heizung, Wasser und Beleuchtung – die „Winterlichter“ sollen aber im Dezember wieder strahlen.

Frankfurt - Alle müssen Ressourcen sparen, der Krieg in der Ukraine und die Klimakrise machen es notwendig. Was der Palmengarten tut, hat Direktorin Katja Heubach den Stadtverordneten in der Sitzung des Klima- und Umweltausschusses am Donnerstagabend vorgestellt.

So sollen Durchgangsbereiche nicht mehr geheizt werden, andere Räume nur noch auf zwölf bis 19 Grad, je nach Tätigkeit darin. Warmwasser zum Händewaschen in öffentlichen Gebäuden ist Geschichte, Außenbeleuchtung und Werbetafeln sind ab 22 Uhr dunkel. Die spektakuläre „Winterlichter“-Schau im Dezember und Januar ist aber geplant, wie der Palmengarten auf der Frankfurter Rundschau mitteilte. Das Konzept setze seit jeher auf LED-Technik und sei extrem sparsam.

Palmengarten in Frankfurt: weniger wässern, seltener mähen

Die Raumtemperatur wird auch in den Schau- und Gewächshäusern gesenkt. Für Tropicarium, Palmenhaus, Botanische Sammlung, Gärtnereien, Blüten- und Schmetterlingshaus sowie das Subantarktishaus gilt: So kühl wie möglich, so warm wie nötig, um die teils exotischen Pflanzen nicht zu gefährden. Längerfristig sollen weitere Gebäude saniert und Leuchtmittel ausgetauscht werden.

Auch Wasser will der Palmengarten rationieren. Wo es die Pflanzen aushalten, wird weniger gegossen und auch seltener gemäht. Geplant sind veränderte Bewässerungsformen, etwa mit Betriebswasser, Tropfschläuchen und Wassersäcken. Es soll mehr Regenspeicher und Retentionsflächen geben, außerdem mehr Dauerbepflanzung.

Frankfurt: Palmengarten setzt verstärkt um umweltfreundliche Rohstoffe und Materialien

Bei Rohstoffen und Material setze der Palmengarten verstärkt auf umweltfreundliche Beschaffung, berichtete Heubach den Fraktionen. Das Umdenken gilt auch den Veranstaltungen: Regionale, ökologisch erzeugte Produkte und Mehrweggeschirr sollen Standard werden. (Thomas Stillbauer)

Vor wenigen Monaten eröffnete im Frankfurter Palmengarten ein neues Schmetterlingshaus. Vom Frühling bis in den Herbst hinein haben Besucher hier die Gelegenheit, Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten auf Augenhöhe zu begegnen.

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