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Spurensicherung nach dem Überfall in Nieder-Eschbach. 

Frankfurt

Frankfurter Polizei nennt Details zu Überfall vor Ikea

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Das Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs wurde im Kreis Offenbach gestohlen. Die Ermittler sehen Parallelen zu Taten in Köln und Limburg.

Nach dem Überfall auf einen Geldboten vor der Ikea-Filiale in Nieder-Eschbach hofft die Polizei auf weitere Zeugenaussagen. Zudem haben die Ermittler Kontakt zu Kollegen in Städten aufgenommen, in denen Raubüberfälle zuletzt so ähnlich abgelaufen sind wie die Tat am Samstag.

Ein Räuber hatte am Samstag gegen 11.25 Uhr vor dem Möbelgeschäft einen Geldboten niedergeschossen und war mit seiner Beute geflüchtet. Wie viel Geld er mitnahm, teilt die Polizei nicht mit.

Am Montag gaben die Ermittler eine erweiterte Beschreibung des Täters heraus. Danach soll der Mann zwischen 30 und 45 Jahre alt sein. Zu einem weißen Kapuzenpullover und einer schwarzen Trainingshose mit zwei weißen Streifen trug er weiße Turnschuhe und weiße Handschuhe. Vor den Augen hatte er eine schwarze eckige Sonnenbrille. Der Mann ist zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß und kräftig. Im Laufe der Woche will die Polizei Aufnahmen von ihm veröffentlichen, die bei dem Raub entstanden sind.

Ebenfalls am Montag bestätigte die Polizei eine naheliegende Vermutung: Bei dem ausgebrannten Audi A8, der kurz nach der Tat wenige Kilometer von der Ikea-Filiale entfernt im Prozessionsweg (Riedberg) entdeckt wurde, handelt es sich um das Fluchtfahrzeug. Das Auto war geklaut, ebenso wie die Kennzeichen. Die Nummernschilder wurden im Kreis Offenbach als gestohlen gemeldet. Die Beamten gehen davon aus, dass der oder die Räuber am Riedberg in ein anderes Fahrzeug umgestiegen sind. Zeuginnen oder Zeugen, die am Prozessionsweg ein geparktes Auto bemerkt haben, sollen sich bei der Polizei melden.

Unterdessen prüfen die Ermittler auch Parallelen zu Taten, die so ähnlich abliefen wie der Raub im Frankfurter Norden. Dazu zählt etwa der Überfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn im März. Wie in Frankfurt wurde dabei ein Wachmann niedergeschossen, später entdeckte die Polizei das ausgebrannte Fluchtfahrzeug. Auch nach einem Raub auf einen Geldtransporter vor einer Ikea-Filiale in einem Kölner Gewerbegebiet im März 2018 zündeten die Täter ihr Auto an. Dasselbe Muster findet sich auch bei einem Überfall auf einen Geldboten vor einem Supermarkt in Limburg.

In jedem Fall ist davon auszugehen, dass der Überfall lange vorbereitet wurde. So mussten die Täter auskundschaften, wann und auf welchem Weg das Geld von Ikea abgeholt wird. Das spricht dafür, dass eine Bande am Werk ist, auf deren Konto auch die anderen Überfälle gehen könnten.

Hinweisevon Zeugen nimmt die Polizei unter den Rufnummern 069 / 75 55 12 99 oder 069 / 75 55 31 10 entgegen.

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