Müssen weiterhin auf Besuch verzichten: die Orang-Utans im Menschenaffenhaus Borgori-Wald.
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Müssen weiterhin auf Besuch verzichten: die Orang-Utans im Menschenaffenhaus Borgori-Wald.

Pandemie

Frankfurter Zoo: Borgori-Wald bleibt weiter geschlossen

  • vonUte Vetter
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Aus Sorge vor dem Coronavirus lässt der Zoo sein Menschenaffenhaus weiterhin geschlossen. Experten gehen davon aus, dass sich auch Menschenaffen mit Covid-19 infizieren können.

Der Zoo Frankfurt lässt aus Sorge über die Corona-Pandemie sein Menschenaffenhaus weiterhin geschlossen. Auch der dazugehörige Borgori-Wald, eine große Besucher-Attraktion, ist weiterhin zu. Hintergrund ist die mögliche Übertragung des Covid-19-Virus vom Menschen auf den Menschenaffen, wie eine Sprecherin bestätigte. "Die Übertragungsmöglichkeit ist wegen der ähnlichen Genetik von Mensch und Menschenaffe einfach zu hoch." Man wolle jedes Risiko ausschließen, hieß es.

Der Frankfurter Zoo am Alfred-Brehm-Platz im Ostend war Mitte März wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Er öffnete erst am 6. Mai wieder und seither gelten verschärfte Hygiene- und Abstandsregeln. Im Kassenbereich, in den Tierhäusern und in den Toiletten muss jeder Besucher (das gilt auch für Kinder ab sechs Jahren) einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dieser muss selber mitgebracht werden. Im Freien auf dem Zoogelände wird das Tragen empfohlen. Es finden keine Schaufütterungen, Veranstaltungen und Führungen statt. Der Zoo-Shop, Imbisswagen und Eisstände sind aber geöffnet.

Geschlossen ist auch das Nashornhaus, hier sind die Tiere aber in der Regel auf den Außenanlagen zu sehen. Ansonsten sind alle Tierhäuser geöffnet - bis auf die zweite Etage des Exotariums, die wegen Sanierungsarbeiten vorübergehend gesperrt ist.

Damit Sicherheitsabstände eingehalten werden können, ist die Anzahl der Zoogäste pro Tag begrenzt und auf zwei Zeitfenster von 9 bis 14 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr verteilt. Eintrittskarten sind im Online-Shop erhältlich. Auch für Kinder unter sechs Jahren muss online ein Zeitfenster gebucht werden. Wer eine Jahreskarte hat, muss ebenfalls online ein Zeitfenster buchen, das gilt auch für Inhaber eines Frankfurt-Passes und des Kultur- und Freizeittickets. An den Zookassen erfolgt derzeit nur ein Verkauf von Restkarten, so lange der Vorrat reicht. Der Eingang Rhönstraße ist zusätzlich zum Haupteingang am Alfred-Brehm-Platz bis 31. Oktober geöffnet.

Immerhin gibt es ab und zu wieder Veranstaltungen, so wie etwa am Freitag, 28. August, von 19 bis 21 Uhr zum Thema "Artenschutz" in den Faust-Vogelhallen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung telefonisch unter (069) 212-43080 oder Mail an info.zoo@stadt-frankfurt.de notwendig. Treffpunkt ist der Zoo-Haupteingang am Alfred-Brehm-Platz.

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