+
Friedhelm Ardelt-Theeck (Bildmitte, mit Megafon) spricht an der Baustelle des Erlenbruch-Dreiecks.

Aktionsbündnis

Bürgerinitiative will klagen: Lärmschutzwand entlang der A 661 reiche ohne Einhausung nicht aus

  • schließen

Das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn ist der Meinung, dass nicht genug für den Lärmschutz entlang der A 661 getan wird. Denn: Ohne eine Einhausung reiche der Lärmschutz für die Kohlbrandstraße nicht aus.

Frankfurt - Bislang habe es aus der Stadt Frankfurt immer geheißen, man sei gegen einen sechsspurigen Ausbau der A 661 im Frankfurter Osten, sagt Friedhelm Ardelt-Theeck, Sprecher des Aktionsbündnisses Unmenschliche Autobahn (AUA), bei einem Info-Spaziergang gemeinsam mit dem Umweltschutzverband Bund entlang der Autobahn. Doch er werde bereits geplant, ohne ihn so zu nennen: Mit dem Bau der von der Stadt beschlossenen Einhausung der A 661 zwischen Bornheim und Seckbach.

Lesen Sie auch: Einhausung der A661: Römer-Koalition wirbt in Berlin und Wiesbaden für ihr Jahrhundertprojekt

Im Planänderungsverfahren zum Ausbau der Autobahn auf diesem Abschnitt sieht die Landesverkehrsbehörde Hessen Mobil eine Rampe vor, die von der Friedberger Landstraße nach Osten auf die A 661 Richtung Offenbach führt. Diese hört nicht auf, sondern wird zum „Verflechtungsstreifen“, der in den Riederwaldtunnel abzweigt.

Zum Thema: Frankfurt: Planungsdezernent Mike Josef über die weiteren Pläne nach dem Einhausungs-Beschluss

„Die Einhausung bedeutet den sechsspurigen Ausbau“, sagt Ardelt-Theeck deshalb. „Da müssen die Karten endlich offen auf den Tisch.“ Ohne die sechs Spuren funktioniere der Riederwaldtunnel verkehrstechnisch nicht: Der viele Verkehr, der durch ihn auf die A 661 in Richtung Norden dränge, führe laut Hessen Mobil zu Tempo 30. Was theoretisch berechnet wurde, bedeute in der Praxis aber, dass der Verkehr zwischen Tunnel und Friedberger Landstraße sich immer wieder stauen werde, „und zwar zurück bis in den Tunnel“.

Diesen sechsspurigen Ausbau lehne AUA ab, weil er nur noch mehr Verkehr bringe. „Hessen Mobil weiß ganz genau, dass sich die Frankfurter wehren werden. Das ist der eigentliche Grund, warum der Ausbau von der Bundesregierung zurückgestellt wurde“, glaubt Ardelt-Theeck.

Zum Thema: „Ein Jahrhundertprojekt“: Beim Ortstermin an der A 661 schwärmen Politiker von der Einhausung

Auch dass die A 661 – und damit die Einhausung – in diesem Abschnitt wie geplant bis 2028 ausgebaut werden kann, bezweifelt Ardelt-Theeck. „Die acht Meter hohen Lärmschutzwände für Bornheim in Höhe der Seckbacher Galerie sind zu niedrig, der Lärmschutz reicht nicht aus.“ AUA werde dagegen im anstehenden Planänderungsverfahren Einwände erheben und notfalls klagen. „Wir sind sicher, dass unsere Klagen erfolgreich sind.“ Was darauf hinauslaufe, dass Hessen Mobil um eine Einhausung dieses Streckenabschnitts zwischen Seckbacher Talbrücke und Seckbacher Landstraße nicht herumkomme.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare