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Kinder bis zu 15 Jahren nutzen das seit 1. Februar geltende Angebot, kostenlos die städtischen Bäder besuchen zu können.

Bäderkonzept

Frankfurt will bis 2025 bis zu 160 Millionen Euro für Schwimmbäder ausgeben

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Die Stadt Frankfurt will für die Umsetzung des Bäderkonzeptes 2025 bis zu 160 Millionen Euro investieren, wie Sportdezernent Markus Frank (CDU) erklärte. Der Vorsitzende des Sportkreises, Roland Frischkorn, lobte das Papier. Es sei das erste Bäderkonzept, das er in den vergangenen 20 Jahren erlebt habe, das in die Zukunft gerichtet sei.

Frankfurt - Der Bäderlandschaft der Mainmetropole stehen Veränderungen bevor. Der Neubau des Panoramabades in Bornheim neben der Eissporthalle soll bereits 2020 beginnen und 2022 fertig sein. Die Abwärme der Eishalle soll zum Beheizen des Schwimmbeckens dienen. Bis die neue Sportanlage eröffnet wird, bleibt das Panoramabad in Betrieb.

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Anders sieht es mit dem Rebstockbad aus. Das Erlebnisbad ist nach den Angaben des Geschäftsführers der Frankfurter Bäderbetriebe (BBF), Frank Müller, nach 20 Millionen Besuchern seit 1982 verbraucht und muss abgerissen werden. Während der Zeit des Neubaus steht das Freibad in Hausen als Ersatzwasserfläche zur Verfügung. Es wird mit einer Traglufthalle überdacht, so dass es auch in den Wintermonaten genutzt werden kann.

Schwimmsportzentrum soll in Frankfurt errichtet werden

Gemeinsam mit der Goethe-Universität will die Stadt ein Schwimmsportzentrum errichten für den Vereins-, Leistungs- und Schulsport. Sportdezernent Markus Frank hofft, dass dann auch wieder Schwimmsportwettbewerbe in Frankfurt stattfinden können. Im näheren Umkreis könnte das neue Sportzentrum 35 bis 40 Schulen zum Schwimmunterricht dienen. Keine dieser Schulen sei mehr als zehn Minuten vom Sportcampus der Goethe-Universität in Ginnheim entfernt, wo das Schwimmzentrum entstehen soll, sagte Müller. Neun Klassen könnten gleichzeitig schwimmen. Großzügige Umkleiden sollen dafür sorgen, dass die Schüler wenig Zeit beim Kleiderwechsel verlieren und viel Zeit im Wasser verbringen können.

Frank kündigte an, das Management für die Wasserflächen zu verbessern. Dazu wollen die BBF bei den Schulschwimmbädern Verantwortung übernehmen. In einem Pilotprojekt an der Marie-Curie-Schule wird das Schulschwimmbad auch an Wochenenden, den Ferien und an Feiertagen geöffnet.

Schulschwimmbäder bleiben in Frankfurt erhalten

Der Sportdezernent betonte: Wir wollen keine Schulschwimmbäder schließen.“ Für diese Äußerung erntete er Beifall von den rund 65 Ortsbeiräten und Sportfunktionären, denen er im Plenarsaal des Römers Einzelheiten des Konzeptes vorstellte. Die Befürchtung, dass Schulschwimmbäder geschlossen werden könnten, hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in einem Flugblatt geäußert.

Der Sportdezernent hat das Ziel mehr eigenes Personal bei den BBF einzustellen. Dieses sei motivierter, Sonderschichten wie im heißen Sommer 2018 zu übernehmen sagte Frank. Sein Plan für die Schwimmmeister-Lehrlinge ein Wohnheim auf dem Gelände des Brentanobades zu errichten, fand allerdings beim dortigen Ortsbeirat wenig Anklang. Hans-Jürgen Sasse, SPD-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat 7 betonte, dass das 11 000 Quadratmeter große Areal im Grüngürtel liege und nicht bebaut werden dürfe. Der Ortsbeirat sei dagegen. Seit 1. Februar ist für Jugendliche unter 15 Jahren der Eintritt in die städtischen Bäder kostenlos. Seitdem (Stichtag 24. Februar) haben 25 000 Kinder die Hallenbäder besucht, darunter waren 4500 Frankfurter Nichtschwimmerkinder. Mit den Kindern kamen 1000 Erwachsene mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Stadtparlament hatte angesichts der hohen Quote von Grundschulkindern, die nicht Schwimmen können, bei der Sitzung am 31. Januar beschlossen, Kinder unter 15 Jahren freien Eintritt zu gewähren, bereits einen Tag später setzten die BBF den Beschluss um. „Wir wollen Kindern helfen, dass sie schwimmen lernen“, betonte Frank.

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