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Ob im Westen und Osten oder im Norden und Süden der Stadt: Bis 2021 will Verkehrsdezernent Oesterling alle Radwege ausgeschildert haben.

Radfahren in Frankfurt

Freie Fahrt für Radfahrer: Stadt schildert Routennetz aus

Radfahren in Frankfurt ist beliebt, nicht nur in der Innenstadt, sondern in allen Stadtteilen. Denn die Fahrt mit dem Drahtesel bietet oft Vorteile: Kein Warten auf die verspätete Bahn und keine langen Staus. Die Stadt Frankfurt reagiert auf diese wachsende Leidenschaft der Bewohner der Mainmetropole.

Niederursel/Nordweststadt - Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) hat nun auch die Nordweststadt und Niederursel mit einer Radwegbeschilderung ausgestattet. Mehr als 160 Hinweisschilder und kleinere Zwischenwegweiser wurden an über 50 Standorten aufgestellt. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) betont, dass er mit seinem Ziel, bis zum Jahr 2021 das gesamte Stadtgebiet zu beschildern, gut in der Zeit liege. „Im Frühjahr nimmt die Radfahrsaison wieder richtig Fahrt auf. Umso besser, wenn die Frankfurterinnen und Frankfurter sowie die vielen Gäste dann auf ein immer besseres Radroutennetz vertrauen können“, so der Stadtrat.

Verschiedene Markierungen

Die 100 mal 25 Zentimeter großen Hinweisschilder werden an Pfosten montiert und geben Auskunft über Zielorte samt Entfernung in Kilometern. Manchmal werden die Wegweiser mit kleinen Zusatzschildern versehen, zum Beispiel mit einem Goethe-Kopf, der stellvertretend für die gleichnamige Universität steht. Die kleineren Zwischenwegweiser haben ein kompaktes Maß von 30 mal 30 Zentimetern und beschränken sich auf einen Richtungspfeil mit Fahrradsymbol.

In Frankfurt wurden bisher rund 2150 Schilder an mehr als 1350 Standorten aufgestellt. Quasi im Uhrzeigersinn haben sich die Bautrupps des ASE vom Süden über den Westen in den Norden vorgearbeitet. Vor wenigen Wochen war Praunheim abgeschlossen, nun ist also Niederursel fertig. In absehbarer Zeit gehen die Arbeiten in Heddernheim los.

Wege werden saniert

Die Stadt stellt dabei nicht nur Schilder auf, sondern sorgt auch dafür, dass die für Fahrradfahrende vorgesehenen Wege in einem vernünftigen Zustand sind. So wurden im Herbst vergangenen Jahres in Kalbach-Riedberg lückenhafte Abschnitte des Verbindungswegs Niederursel-Bad Homburg/Oberursel asphaltiert. Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen Feldweg in Niederursel, der als naturnahe Alternative zum vielbefahrenen Praunheimer Weg eine vernünftige Asphaltdecke bekommen soll. In diesem Jahr wird nach Planung der Stadtentwässerung der Niddauferweg zwischen Praunheim und Heddernheim erneuert. Der wassernahe Weg wird auch von vielen Niederurselern genutzt.

In Abstimmung mit dem Radfahrbüro plant das Referat für Mobilitäts- und Verkehrsplanung der Stadt Frankfurt die Beschilderung. Das ASE ermittelt über Ausschreibungen Fachfirmen, bei denen die einprägsamen weiß-grünen Schilder bestellt werden, und lässt sie montieren. Rund 675 000 Euro wird der Magistrat nach einer Grob-Kostenschätzung insgesamt in die Beschilderung investieren.

(pia,red)

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