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Prozess

Mit Tempo 100 nachts durch Frankfurt: Anklage fordert Geldstrafen für mutmaßliche Auto-Raser

Sie sind mit über 100 Sachen durch die Berliner Straße in Frankfurt gerast, nun stehen zwei Männer wegen des nächtlichen Autorennens vor Gericht.

Frankfurt - Zwei junge Männer haben in der Frankfurter Innenstadt ein illegales Autorennen abgehalten und mächtig aufs Gaspedal gedrückt. Am Donnerstag müssen sich die beiden 26 und 28 Jahre alte Männer vor dem Amtsgericht dafür verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat vor dem Amtsgericht Frankfurt Geldstrafen von 1600 beziehungsweise 800 Euro (jeweils 40 Tagessätze) für zwei 26 und 28 Jahre alte Autofahrer gefordert.

Angeklagte bestreiten Vorwurf

Die Verteidigung sah es wiederum nicht als erwiesen an, dass die beiden Männer im Mai 2018 im Wettstreit Geschwindigkeiten von knapp 100 Stundenkilometern erreicht hatten. Der Rechtsanwalt beantragte deshalb Freisprüche.

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Die Angeklagten bestritten jedoch den Vorwurf. Nach der Hochzeit eines der der beiden Männer sei man mit dem eigens für den Weg zum Standesamt gemieteten Mercedes noch einmal in ausgelassener Stimmung in die Stadt gefahren, um in einem Schnellimbiss zu essen. Ein Autorennen habe man aber nicht verabredet.

Mit Tempo 100 durch die Berliner Straße

Den beiden Männern aus dem Main-Kinzig-Kreis wird vorgeworfen, im vergangenen Mai mit Tempo 100 durch die Berliner Straße gerast zu sein. Die beiden Angeklagten sollen um Mitternacht der Polizei an einer Ampel aufgefallen sein, wie sie ihre Autos mit quietschenden Reifen stark beschleunigten und nebeneinander herfuhren. Nach rund 130 Metern sollen sie die Wagen an einer Kreuzung gestoppt haben. Besonders dreist: Extra für dieses Rennen hatten sie laut Anklage Autos gemietet. Weil sie sich bereits zuvor auffällig im Straßenverkehr benommen hatten, wurde die Polizei auf die Männer aufmerksam und konnte die Raserei beenden.

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Das Gericht hat die Vernehmung von acht Zeugen geplant, will den Prozess aber gleichwohl an einem Verhandlungstag abschließen.

(dpa/red)

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