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Wäre Frankfurt Westeros, wäre das sicher cool. Nur über den Umgang mit Drachen würden sicher hitzige Debatten im Umwelt-Ausschuss geführt.

Game of Thrones

So würde Frankfurt aussehen, wenn es Westeros wäre

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Die "Game of Thrones"-Hysterie angesichts der nahenden finalen achten Staffel ist auch auf uns übergesprungen. Deshalb haben wir ein wenig fantasiert: Wer sind die Frankfurter Lennisters? Wer herrscht im Norden? Und was ist mit Eintracht Frankfurt? Finden Sie es heraus auf unserer interaktiven Karte.

Das „Game-of-Thrones“-Fieber scheint dieser Tage wieder neu zu erstarken. Seit dem feststeht, dass am 14. April 2019 die finale Staffel der TV-Serie rauskommt, scheint der Wahn jeden gepackt zu haben. Die TV-Serie rund um die Fantasiewelt des Autors George R. R. Martin ist zu einem weltweiten Erfolg avanciert – von den Fans geliebt, vom Feuilleton, von der Branche ausgezeichnet.

Game of Thrones in Frankfurt

Die Redaktion dieser Zeitung ist bislang nicht aus ihren fiebrigen GoT-Träumen erwacht. Wir haben uns gefragt: Was wäre eigentlich, wenn Frankfurt nicht Frankfurt wäre, sondern der GoT-Kontinent „Westeros“?

Auch die Frankfurter taumeln halluzinierend durch die Straßen der Stadt und sinnieren über hochhausgroße Drachen, weltenzehrende Kriege und blutige Intrigen.

So würde Frankfurt aussehen, wenn es Westeros aus Game of Thrones wäre.

Offenbach wäre das „Land jenseits der Mauer“

Eine Eiswüste, in der ein Volk aus unzivilisierten, wilden Plünderern lebt? Das muss Offenbach sein, denkt der Frankfurter. In GoT schützt die Westerosi eine zweihundert Meter hohe Eis-Mauer vor diesen Wildlingen – und vor allem, was sonst noch in den Wäldern lauert.

In der Wirklichkeit verhindert nur der Kaiserlei-Kreisel im Berufsverkehr ungezügelte Brandschatzungen in den reichen Frankfurter Dörfern. Oder natürlich eine verspätete S-Bahn.

Die Innenstadt wäre „Königsmund“

Prostitution, Bettler und zwielichtige Gestalten mit Messern in den Taschen – das klingt verdächtig nach dem Bahnhofsviertel. In Westeros heißt dieser Teil der Hauptstadt „Flohloch“. Nur wenige Meter entfernt, im Roten Bergfried, schert sich aber kaum einer um das einfache Volk.

Die Mächtigen balgen sich lieber um einen Platz im Hofstaat des Herrschers der Sieben Königslande. Der Regent thront aber nicht nur dank der Intrigen äußerst ungemütlich: Im Frankfurter Römer fände sich bestimmt eine angenehmere Alternative zu einem Eisernen Thron, geschmiedet aus Schwertern.

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Die Commerzbank-Arena wäre das „Tal von Arryn“

Tief im Tal von Arryn liegt auf der Spitze eines Berges Hohenehr. Noch nie soll es einem Heer gelungen sein, diese uralte Festung einzunehmen – genau wie das Waldstadion. Während in der uneinnehmbaren Heimstätte der Eintracht seit jeher nur die SGE regiert, wacht in Westeros die Familie Arryn als Herrin des Grünen Tals über ihre Ländereien.

Ihr Wappen sollte jedem Eintracht-Frankfurt-Fan das Herz aufgehen lassen: Schließlich sind der Falke und Adler Attila als Raubvögel im Grunde verwandt.

Das Ostend und Fechenheim wären „Die Flusslande“

Der Trident, Lebensader von Westeros. Der Main, Lebensader Frankfurts. Das passt. Vor mehr als hundert Jahren hätten sich auch die Fischer und Bauern der Flusslande noch pudelwohl im alten Fischerdorf Fechenheim gefühlt. Heute müssten sie vielleicht ein wenig umschulen: Ein Plätzchen als Kranfahrer im Osthafen fände sich aber bestimmt noch.

Ein deutlicher kultureller Unterschied zur Fantasiewelt: Aus unerfindlichen Gründen hat sich die Tradition der Seebestattung am Main aber nicht durchgesetzt – anders als in Westeros.

Sachsenhausen wäre „Dorne“

Wenn sich Serien-Liebling Tyrion Lannister wieder mal an Rotwein labt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der edle Tropfen aus Dorne ist. Das ungezähmte Wüstenland im Süden ist berühmt für seinen exquisiten Roten – so wie Sachsenhausen für sein güldenes Stöffchen.

Und wer Sachsenhausen mal an einem Samstagabend erlebt hat, dürfte sich auch bei den Dornischen wohlfühlen: Die Frauen und Männer aus Dorne sind in Westeros für ihre Heißblütigkeit und ihre sexuellen Ausschweifungen bekannt.

Das Nordend wäre „Der Norden“

Wo heute junge Frankfurter Familien veganes Eis schlecken, siedelten bereits in der Antike die ersten Menschen – lange bevor es die Stadt überhaupt gab. Bevor in Westeros die ersten Königreiche entstanden, lebten schon die Menschen im Norden.

Das kalte, grimmige Lande gebar eine tiefverschworene Gemeinschaft unter der Herrschaft der Serienhelden, der Familie Stark. Das altehrwürdige Nordend gebar wiederum die coolen, hippen Frankfurter. Und das Nordend vergisst nicht, denn: Der Winter naht. Und dann braucht man wieder neue Emu-Boots.

Das Westend wäre „Der Westen“

Reich, reicher, die Lennisters. Sollten die Blondschöpfe mit Hang zu intimen interfamiliären Beziehungen mal umziehen wollen – sie hätten wohl kein Problem, im Westend eine Wohnung zu finden – Goldmine unter der Familienburg sei Dank.

Die Wächter des Westens, das Haus Lennister, ist vielleicht das gefürchtetste in ganz Westeros – denn was der König befiehlt, hat ihm vorher die Familie mit dem Löwenwappen geflüstert. Auch die Altbauten beherbergen diejenigen, die in Frankfurt etwas zu sagen haben. Oder es wie Cersei Lennister zumindest glauben.

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