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Jedes Jahr im März lockt die Reisemesse ITB scharenweise Branchenprofis und Besucher nach Berlin.

Tourismusmesse

Frankfurts Besuchermagnet: Die neue Altstadt ruft!

Frankfurt ist mittendrin, zwischen 186 Ländern und Regionen: 10 000 Aussteller buhlen auf der Internationalen Tourismusmesse in Berlin (ITB), der weltweit größten ihrer Art, auf 160 000 Quadratmetern in 42 Hallen um die Gunst von rund 170 000 Besuchern. Mit dabei: Koch Mirko Reeh und Nelly Langelüddecke, die Ur-ur-ur-Enkelin von Johann Tobias Ronnefeldt, Gründer von Ronnefeldt-Tee, aus Frankfurt.

Eine ganze apfelgrün-weiße Halle voller Hessen fühlt die heiße Messeluft in Berlin. Frankfurt, die Rhein-Main-Region, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach geben sich hier ein Stelldichein. Dichtes Gedränge auf den Gängen gibt es schon am frühen Morgen. Acht Mitarbeiter der Tourismus- und Kongressgesellschaft Frankfurt (TCF) kümmern sich um Reiseveranstalter, Hoteleinkäufer und Interessierte an weißen runden Tischen. Frankfurt boomt. 9,5 Millionen Übernachtungsgäste zählte die Stadt im vergangenen Jahr, davon sind 30 Prozent privat gekommen. Die meisten Besucher wurden aus den USA und Großbritannien gezählt. Dieses Jahr sollen es noch mehr werden.

„Die neue Altstadt ruft“, sagt Anke Haub, Referentin Auslandsmarketing der TCF, und strahlt. „Sie ist unser Highlight und Top-Thema weltweit. Wir haben schon vergangenes Jahr einige Baustellenführungen mit Helm und Sicherheitsschuhen mit Journalisten aus Italien und Luxemburg gemacht. Die waren begeistert.“ Ein Fachbesucher aus Detroit mit schwarzem Anzug und Aktenkoffer zeigt auf die Eventbroschüre mit den Altstadtführungen und meint: „Da kommt etwas ganz Großes.“

Dass Frankfurt aus weit mehr besteht als aus Messe und Flughafen, wird jedem Besucher schnell klar. Museumsufer, Römer, Shopping, Handkäs und – Tee. Ja, Frankfurt kann auch Tee. Neben einem silbernen Samowar in der Messehalle steht eine junge Frau mit lockigen Haaren – Nelly Langelüddecke (20). Die Frankfurterin ist Nachfahrin des Gründers von Ronnefeldt-Tee, der aus der Hotellerie und Gastronomie in 70 Ländern der Welt nicht wegzudenken ist. 1823 gegründet, hat der Tee aus Frankfurt heraus die Welt erobert. Der erste Standort war in der Goethestraße, jetzt gibt es einen Laden am Kurfürstenplatz in Bockenheim.

„Mein Ur-ur-ur-Großvater hat die Firma gegründet, mein Großvater war der letzte Inhaber. Seit zwei Generationen ist die Familie Holzapfel der Besitzer“, erzählt Langelüddecke und bereitet gestressten Messegästen aus aller Welt feinen Kräutertee mit Ingwer zu. Diese plaudern über Frankfurt als Drehkreuz in Europa.

„Frankfurt ist eine Reise wert“, berichtet ein japanischer Reisebüromitarbeiter, der schon acht Mal in der Mainmetropole war. „Die Architektur ist ein Erlebnis. Die Mischung aus Alt und Neu macht’s. Der Römer war früher schon schön, aber jetzt wird es dort noch mehr zu entdecken geben.“ Er ist begeistert von der Fressgass, der Goethestraße, dem Eisernen Steg und dem Bahnhofsviertel. „Ich rate meinen Kunden, diese Vielfalt zu entdecken und natürlich auch, Grüne Soße zu probieren. Frankfurt ist mehr, als nur am Flughafen umzusteigen.“

Auf dem Berliner Messegelände reihen sich 186 Länder und Regionen sowie 10 000 Aussteller auf 160 000 Quadratmetern Fläche in 42 Hallen aneinander. 170 000 Besucher werden bis Ende der Woche erwartet. Frankfurt ist mittendrin und hat noch eine Spezialität mit im Gepäck. Promi-Koch Mirko Reeh. „Ich bin als Frankfurter Kulturgut hier“, sagt er augenzwinkernd und serviert Handkäs mit Salsa aus grüner Soße, Handkäs mit Mango und geräucherten Handkäs mit Pflaumen. Er hat sich die neue Altstadt am Römer noch nicht angesehen. „Ich lasse mich überraschen. Super ist, dass viele alte Teile wieder verwendet werden. Ich bin mir sicher, dass die neue Altstadt Frankfurt touristisch noch weiter nach vorne schieben wird.“

Ab April können Gruppen Touren mit den Namen „Die Neue Altstadt – Rotes Haus, Goldne Waage und der Hühnermarkt“ sowie „Der Krönungsweg – Auf den Spuren der Könige und Kaiser“ buchen. Ab Juni gibt es die Tour „Neue Altstadt – Das Dom-Römer-Quartier“.

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