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So wird das neue Hochhaus aussehen

Gebäude an der Messe soll 2021 fertig sein

Frankfurts nächstes Hochhaus wächst ab Sommer

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Auf dem Areal des früheren Hauptgüterbahnhofs wird bis 2021 ein 190 Meter hohes Hochhaus samt Hotel entstehen. Die Fläche vor dem Konferenzzentrum der Messe wurde bisher freigehalten.

Ein weiteres Hochhaus für die Skyline der Mainmetropole: Nachdem mit der Hotelgruppe NH Hotels ein langfristiger Pachtvertrag abgeschlossen werden konnte, hat die „CA Immo“, wie ihr Vorstandsvorsitzender Frank Nickel berichtet, den Baustart für das etwa 190 Meter hohe Hochhaus für diesen Sommer festgelegt. Die NH-Gruppe, die weltweit fast 400 Hotels mit 60 000 Zimmern betreibt, gehört zu den führenden Hotelgruppen. In Frankfurt wird sie, wie Nordeuropa-Direktor Maarten Markus berichtet, das Hotel mit seiner jungen „nhow“-Marke in dem neuen Tower an der Messe eröffnen.

Für die Innengestaltung des Vier-Sterne-Hotels wird der spanische Architekt Rafael de La-Hoz verantwortlich sein, der aktuelle Trends aufnehmen und in seine Gestaltung der Räume einbeziehen will. In Frankfurt werde er mit dem Image der Stadt als Banken- und Börsenplatz arbeiten. Für die musikalischen Angebote werde man auch die lokale Kulturszene einbeziehen. Zu dem Hotel gehört auch ein 10000 Quadratmeter großes Tagungszentrum sowie Restaurant- Bar- und Fitnessbereiche.

Während das Hotel die 14 unteren Geschosse mit

375 Zimmer

n belegen wird, sind von den 85 000 Quadratmetern Gesamtfläche für Büros etwa 42 000 Quadratmeter vorgesehen. Wie Vorstandsvorsitzender Nickel weiter erläutert, sollen die Mieten unter 30 Euro pro Quadratmeter liegen. „Wir werden beispielsweise keine teure unterirdische Garage, sondern ein Garagenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hotel bauen“, erläuterte er.

Diese Garage werde etwa 470 Parkplätze haben, davon werden 24 mit Elektroladestationen ausgerüstet. Für Fahrradfahrer stehen etwa 600 Fahrradabstellplätze zur Verfügung. Als besonderer Höhepunkt wird eine öffentliche Skybar mit einer großen Terrasse, die das ganze Dach einnimmt, angekündigt.

Die Investitionssumme für den neuen Tower beziffern die Verantwortlichen auf über 300 Millionen Euro. Mit ihrem Entwurf für den jüngsten Turm der Frankfurter Skyline ist das Frankfurter Architekturbüro Meurer und Stadtplanung nach einem Wettbewerb im Jahr 2014 als Sieger hervorgegangen.

„Wir haben das Gebäude aus einem Parallelogramm und einem Trapez entwickelt“, erläutert Professor Thomas J. Meurer, der auch das Stadthaus in der neuen Altstadt entworfen und gebaut hat.

Das Kongresscenter der Messe wird von den beiden Hochhäusern, dem „One“ und dem 165 Meter hohen Wohnhaus „Grand“, eingerahmt werden. Auf die Frage, ob das im Bebauungsplan noch vorgesehene weitere Hochhaus mit einer Höhe von fast 400 Metern gebaut werden wird, antwortetet Nickel ausweichend: Auf dem Grundstück werde „sicher noch ein Hochhaus gebaut, doch ist nicht sicher, ob es diese Höhe haben wird.“

Ein mögliches Problem: Die Baukosten für Hochhäuser werden teurer, je höher sie werden. Auf dem Grundstück könnte demnach auch ein breiteres Gebäude entstehen.

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