Leberecht-Stiftung

Frankl-Schüler sprinten jetzt zur Arbeit

Die Leberecht-Stiftung spendiert der Viktor-Frankl-Schule einen neuen Mercedes Sprinter. Die Schüler müssen daher auf keine ihrer zahlreichen Unternehmungen verzichten.

Von Ben Kilb

Die jungen Frauen und Männer von der Viktor-Frankl-Schule sind viel beschäftigt: Sie legen Gärten an und richten sie her, imkern und liefern den Honig aus, keltern Apfelsaft und verkaufen Weihnachtsbäume. Für all das brauchen die geistig und körperlich behinderten Schüler jedoch einen fahrbaren Untersatz, auf den Verlass ist. Ihr bisheriger Mercedes Sprinter verbringt aufgrund von Altersschwächen derzeit mehr Zeit in der Werkstatt als auf der Straße. Doch zum Glück gibt es ja noch die Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse. Die hat zwei Berufsorientierungsklassen, die die Schüler besuchen, nun einen neuen Mercedes Sprinter im Wert von 45 000 Euro gespendet.

Der Wagen lässt keine Wünsche offen: Der Sprinter wurde mit einer geteilten Rückbank ausgestattet, damit die Schüler Waren und Gerätschaften einfacher verstauen können. Er verfügt über eine Anhängerkupplung, womit zusätzliche Gerätschaften transportiert werden können. Außerdem befinden sich im Sprinter sogenannte Auffahrtschienen. „Mit deren Hilfe können wir einen Rasenmäher mit an Bord nehmen“, freut sich Klassenlehrer Wilfried Boß. Die beiden Berufsorientierungsklassen bestehen aus insgesamt

16 Schülern. An zwei Wochentagen widmen sich die Schüler normalem Unterricht in Klassenzimmern. Die übrige Wochentage jedoch sind so gefragt wie kaum eine andere Klasse in Frankfurt.

Die Schüler pflegen ein gut zwei Hektar großes Grundstück an der Ernst-Reuter-Schule in der Nordweststadt, betreiben dort einen Schulgarten sowie eine Imkerei, zudem reparieren sie Werkzeuge. Fast schon legendär ist der Baum-Verkauf, den die Schüler jedes Jahr vor Weihnachten starten. Seit einiger Zeit pflegen die beiden Klassen auch zwei Streuobstwiesen in Niederursel und Maintal-Bischofsheim. Nach der jährlichen Ernte keltern die Schüler aus den Erzeugnissen Apfelsaft und verkaufen diesen. All jene Projekte sollen den Schülern den Übergang von der Schule ins Arbeitsleben erleichtern. „Die Aktivitäten machen viele Fahrten notwendig. Die Schüler und ihre Lehrer sind daher sehr auf einen Transporter angewiesen“, erklärt Schulleiterin Monika Bollhorst-Müh. Am 22. Juni soll sich der neue Sprinter auch auf Reisen profilieren.

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