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Ausbildung

Fraport sucht Lehrlinge: In der neu eröffneten Werkstatt sind noch nicht alle Plätze besetzt

Die Fraport AG hat eine neue Ausbildungswerkstatt am Flughafen Frankfurt eröffnet. In den modernen Räumlichkeiten erlernen die Nachwuchskräfte während ihres ersten Ausbildungsjahrs die Grundlagen ihrer jeweiligen Berufe. Noch sind Ausbildungsplätze frei.

Fräsen, Drehen, Gewinde schneiden – die alten Techniken werden auch in der neu eröffneten Werkstatt des Flughafenbetreibers Fraport gepflegt. Neue Techniken sollen dazukommen: Der 3D-Drucker und das iPad, das allen Azubis ein individuelles Lerntempo ermöglichen soll, wie Ausbildungsleiter Wolfgang Haas bei einer Besichtigung der neuen Räume am Flughafen erläutert.

Die neue Werkstatt ist hell und geräumig und beachtenswert sauber. Aufräumen und Fegen gehören offenbar immer noch zum Lehrplan. Die jungen Männer sehen zufrieden aus. Hayir Ilkay zeigt den Besuchern, wie man eine kleine Stange fertigt, die in einer Gepäckförderanlage Verwendung finden könnte. Die Stücke, die hier in Handarbeit produziert werden, sind ausschließlich für die Fraport gedacht. Viktor Hillenbrand steuert einen „Stufenbolzen“ bei. Das mag alles etwas kleinteilig wirken, setzt aber Konzentration und Präzision voraus.

In den Laboren und dem Lehrsaal werden Auszubildende der Mechatronik, Anlagenmechanik, Industriemechanik, Kfz-Mechatronik und Mechatronik für Kältetechnik ausgebildet. Dieses Jahr arbeiten dort insgesamt 68 Auszubildende mit fünf Betreuern zusammen. 120 junge Leute sucht die Fraport bis zum Beginn des Ausbildungsjahrs am 1. September. Von den 50 Ausbildungsplätzen im technischen Bereich einschließlich der Werksfeuerwehr seien erst 13 besetzt, sagt Haas. Offene Stellen gibt es unter anderem noch für die Ausbildung zum Mechatroniker, zum Werkfeuerwehrmann, Koch oder zum Elektroniker für Betriebstechnik. „Wir müssen um die jungen Leute kämpfen“ – auch, um den Nachwuchs im Unternehmen sicherzustellen. „Der Altersdurchschnitt von 50 Jahren macht deutlich, dass Handlungsbedarf besteht“, betont Ausbildungsleiter Haas.

Die neue Werkstatt verfügt über einen großen Lehrsaal, ein Elektronik-Messlabor und ein Motorsteuerungslabor. Dort finden Lehrgänge beispielsweise in Pneumatik oder Metallverarbeitung statt. Zusätzlich entsteht ein großes Azubi-Büro. Da die neue Werkstatt auf dem Betriebsgelände liegt, ist der Zugang einfacher und erfordert keine Sicherheitskontrolle wie bei der vorherigen Werkstatt. Jeden Morgen mussten die Azubis ihr Handgepäck röntgen und sich selber scannen lassen – so als würden sie ein Flugzeug betreten wollen. Jetzt aber können ohne großen Aufwand Elternabende und Tage der offenen Tür veranstaltet werden. Geblieben ist, dass jeder neue Lehrling nicht nur eine betriebsärztliche Untersuchung, sondern auch einen gründlichen Sicherheitscheck absolvieren muss. „Das neue offene und helle Raumkonzept fördert den Austausch untereinander und erleichtert so das Lernen. An den großzügigen Werkbänken können unsere Auszubildenden außerdem viel besser arbeiten“, erklärt der Leiter der Ausbildungswerkstatt Horst Liebchen.

ft/red

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