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Alexander Beck sehnt die Eröffnung seines Theaters herbei, ein bisschen was zu tun gibt es aber noch.

Spielstätte im Brückenviertel

Freude und Leid im Theater Alte Brücke

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Sachsenhausens neuestes Theater kann erst später öffnen, als ur sprünglich geplant. Der Brandschutz macht einen Strich durch die Rechnung von Theatermacher Alexander Beck. Guter Dinge ist er aber trotzdem – auch, weil schon ein erster Erfolg gefeiert werden konnte.

Im Theater Alte Brücke liegen Freude und Leid eng beieinander – und zwar schon, bevor überhaupt das erste Stück in dem neuen Theater an der Kleinen Brückenstraße aufgeführt werden konnte. Kaum haben Theatermacher Alexander Beck und seine Schauspieler gemeinsam mit den Nachbarn das „Richtfest“ für ihr neues Haus gefeiert, macht auch schon die Nachricht die Runde, dass der Start in das reguläre Programm verschoben werden muss.

Geplant war der für Freitag, 10. April. Der Brandschutz macht dem Zeitplan jedoch einen Strich durch die Rechnung. „Die Stahlträger an der Decke müssen noch mit einer speziellen Farbe gestrichen werden“, berichtet Beck. Diese Farbe sei jedoch nicht rechtzeitig lieferbar, zudem könne das Theater durch den zuständigen Gutachter erst ab dem 20. April abgenommen werden. „Deshalb müssen wir den Start leider um zwei Wochen verschieben. Das ist ärgerlich, geht aber nicht anders“, berichtet Beck.

So schade der verschobene Eröffnungstermin für ihn ist, er hat auch etwas Gutes. Der ganz große Druck, noch rechtzeitig vor Freitag mit allen Renovierungsarbeiten fertig zu werden, ist von Beck und seinen Helfern abgefallen. „Wir hätten es bis Freitag geschafft, aber so ist natürlich jetzt alles ein bisschen entspannter.“ Derzeit werden die Fliesen in den Bädern des neuen Theaters verlegt und die Wände gestrichen. „Außerdem wollen wir jetzt mit dem Tapezieren anfangen. Die Böden sind zum Glück schon fertig“, berichtet der Theatermacher, der sich mit dem Theater Alte Brücke einen Lebenstraum erfüllen will. Beck ist im Brückenviertel groß geworden und ist sich sicher, mit seinem Theater den richtigen Nerv im Quartier zu treffen, welches seit einigen Jahren eine positive Entwicklung aufweist.

Guter Dinge ist er also trotz des verschobenen Starttermins. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das „Richtfest“, dass er und sein Team am 1. April für die Nachbarn und Freunde des noch jungen Projektes organisiert haben, bereits zum ersten Erfolg des Theaters Alte Brücke geworden ist. „Wir hatten rund 120 Gäste. Die kamen aus der Nachbarschaft, aber auch aus dem gesamten Stadtteil“, berichtet Beck von der gelungenen Party zum Einstand. Das Interesse an dem neuen Theater sei groß, die Vorfreude auf das Programm auch. „Das war wirklich rührend. Wildfremde Menschen, die ich noch nie gesehen habe, kamen mit Sekt oder selbstgebastelten Glückwunschkarten vorbei“, erzählt er.

Wer bereits Karten für eine der ersten Vorstellungen gekauft hat, kann diese per E-Mail an info@theater-alte-bruecke.de kostenlos gegen einen anderen Termin umtauschen oder zurückgeben. Die Eröffnung ist nun für den 24 April geplant. Dann werden die „Moneypennies“ ein A-Capella-Konzert im Theater geben. Ab dem 25. April beginnt dann der reguläre Spielplan mit dem Stück „Fettes Schwein“. Mehr Infos gibt es unter im Internet.

(göc)

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