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Frieder Arndt bei einem seiner zahlreichen Auftritte als "Karl-Heinz".

Trauer um Komiker ?Karl-Heinz?

Frieder Arndt nach längerer Krankheit gestorben

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Das Rhein-Main-Gebiet trauert im Frieder Arndt: Der Komiker, bekannt aus dem Duo „Hiltrud und Karl-Heinz“, ist am Mittwoch nach längerer Krankheit im Alter von 56 Jahren gestorben. Der Mann, der an der Seite seiner Bühnenpartnerin Petra Giesel mit unmöglichen Pullovern und Schiebermütze auf der Bühne stand und Comedy wie Fastnacht beherrschte, betrieb hauptberuflich eine Dependance des  Café Schien in der Rosenstraße Hanau. Seine Mutter war eine geborene Schien. Aber auch aus dem Fernsehen war Frieder Arndt dem Publikum bekannt, etwa aus „Lachen bis zum Tusch“ und anderen Formaten der Fernseh-Fassenacht.

Frieder Arndt, der beim Studium von der Volkswirtschaft zu Germanistik und Theaterwissenschaften wechselte, arbeitete nach der Uni als Werbetexter und Spieleentwickler bei einer Agentur im Frankfurter Westend. Als die Agentur pleite ging, kehrte er ins heimatliche Café zurück. Entdeckt als Schauspieler wurde er mit Mitte 30 bei der Theatergruppe Echzell – als kommentierender Hund Nero in einer Aschenputtel-Aufführung. Er schloss sich dem „Hist(o)erischen Theater“ in Hanau an und spielte in seiner Freizeit – inzwischen war er Werbetexter in Offenbach. 2002 entwickelte er mit Petra Giesel aus Mittelbuchen, einer Freundin aus späten Jugendtagen,  das ewig streitende Ehepaar Hiltrud und Karl-Heinz. Den ersten Auftritt hatte es bei einem Hundeverein, bevor es über die Fastnacht ins Fernsehen kam und zum Kult-Paar wurden.

(hv)

 

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