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Griff selbst zum Handy, um die Missstände zu dokumentieren. OB Peter Feldmann beim Schulrundgang.

Nötiger Umbau

Frisches Geld für den Nachmittagsunterricht: Viktor-Frankl-Schule erhält 30 000 Euro

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat der Viktor-Frankl-Schule im Rahmen eines Schulrundgangs Fördermittel der Stadt in Höhe von 30 000 Euro überreicht. Mit dem Geld möchte die Schule ihr Personalproblem lösen. Nach den Sommerferien sollen die Planungen für den Neubau anlaufen.

Seit über 50 Jahren werden in der Viktor-Frankl-Schule Kinder mit körperlich-motorischen oder auch mit mehrfachen Beeinträchtigungen unterrichtet, gefördert und betreut. Nun hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) der Viktor-Frankl-Schule gestern einen symbolischen Scheck in Höhe von 30 000 Euro überreicht. Feldmann machte gemeinsam mit Stadtverordneten, Mitgliedern des Bildungsausschusses, des Ortsbeirats sowie der Schüler- und Elternvertretung einen Rundgang über das Schulgelände. „Die Stadt hat die Viktor-Frankl-Schule auf dem Schirm – Ein Neubau wird kommen, denn das große Problem ist die bauliche Substanz des Gebäudes“, verkündet er.

Das 1968 bezogene Gebäude in der Fritz-Tarnow-Straße entspricht nicht mehr den Anforderungen, die das pädagogische Konzept stellt. Die Außenwände bestehen zum großen Teil aus Holz, manchmal fiel an kalten Tagen die Heizung aus. Förderschullehrer, Fachlehrer, Referendare, Sozialpädagogen, Erzieher, Therapeuten, Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegekräfte, Teilhabeassistenzen und Freiwilligendienstleistende bieten 123 Schülern mit verschiedensten Voraussetzungen einen auf deren Bedürfnisse zugeschnittenen Unterricht an.

Umzug entfällt

Feldmann sagte: „Sie alle leisten eine hervorragende Arbeit. Täglich fördern, behandeln, betreuen und pflegen Sie Ihre Schützlinge – dafür will ich Ihnen heute ausdrücklich danken.“ Eine besondere Einrichtung wie die Viktor-Frankl-Schule brauche ein ebenso besonderes Gebäude.

Nach den Sommerferien könne in enger Abstimmung mit der Schulgemeinde die Planungsphase für den Neubau beginnen.

Zunächst müsse man ermitteln, wie viele Räume die Schule in Zukunft benötige – auch das pädagogische Konzept solle sich in der Planung wiederfinden. „Der Schulneubau soll nicht nur schön sein, er soll auch die Arbeit aller hier tätigen Professionen erleichtern und den Alltag der Schüler besser machen“, erklärte der Oberbürgermeister. Stadträtin Sylvia Weber (SPD) sei es wichtig, die Schule neu und besser aufzustellen. „Das ermöglicht auch eine Inklusion, gerne in einem gemeinsamen Bildungscampus mit den Schulen in der Nachbarschaft“, fügte Feldmann hinzu.

Geplant ist, das neue Gebäude in direkter Nachbarschaft auf dem jetzigen Gelände der benachbarten Hermann-Herzog-Schule zu errichten. Diese wiederum soll einen neuen Standort bekommen. Somit kann der Unterricht an der Viktor-Frankl-Schule während des Baus fortgesetzt werden – ein vorübergehender Umzug ist wegen der Besonderheit der Einrichtung deshalb nicht möglich.

Ein zentrales Anliegen der Viktor-Frankl-Schule ist bereits jetzt die Nachmittagsbetreuung. In jüngster Vergangenheit konnte sie kurzzeitig nicht angeboten werden, nun steht sie den Schülern an drei Tagen in der Woche wieder offen. „Das ist eine große Erleichterung für die Familien, für die das Nachmittagsangebot immens wichtig ist“, stellte Feldmann fest.

Neues Personal

„Das Bildungsdezernat stellt die Anschubfinanzierung sicher und wird sich künftig stärker engagieren. Ich bringe Ihnen heute einen symbolischen Scheck über 30.000 Euro als zusätzliche Unterstützung mit“, verkündet er.

Der neue Schulleiter Nikolaus Kresimon freut sich über die Zusammenarbeit. „Das Geld der Stadt wollen wir für die Einstellung von Personal nutzen, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken“, erklärt er. Wegen des Personalmangels drohte der Schule zwischenzeitlich sogar ein Aufnahmestopp. „Momentan bieten wir drei Mal die Woche Nachmittagsunterricht an“, sagt Konrektor Ole Marxer.

Der nächste Schritt sehe vor, an vier Tagen Nachmittagsunterricht anzubieten.

von MORITZ SERIF

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