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Frühjahrsputz-Helfer legen jetzt mächtig los

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Von: Alexandra Flieth

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Monica Hernandez (l.) und Birgit Breitbach sind „Höchst Organisiert“ - so heißt ihre Firma. FOTO: Maik Reuß
Monica Hernandez (l.) und Birgit Breitbach sind „Höchst Organisiert“ - so heißt ihre Firma. © Maik Reuß

Wie man mehr Ordnung in ein Leben bringt

Ordnung zu halten ist nicht einfach und stellt so manchen vor eine Herausforderung. Dabei reichen oftmals schon kleine Hilfsmittel aus, um etwa Struktur in den eigenen Kleiderschrank zu bringen - schließlich gilt eine aufgeräumte Wohnung als Spiegel der Seele.

Zwei, die wissen, wie es geht, sind Birgit Breitbach und Monica Hernandez. Die zwei Frauen aus Unterliederbach haben sich als Ordnungs-Coaches unter dem Namen "Höchst organisiert" selbstständig gemacht und unterstützen andere nun auf dem Weg zum aufgeräumten Dasein. Der Trend, der in vielen Konsum-Nationen zu verzeichnen ist, wurde jüngst von der aus Japan stammenden Ordnungs-Beraterin Marie Kondo befeuert.

Es sei wichtig, sagen die Unterliederbacherinnen, sich einen Überblick über all die Dinge zu verschaffen, die man besitzt. Erst dann könne man eine Struktur schaffen. Wie das konkret aussehen kann, zeigt Monica Hernandez am Beispiel des Kleiderschrankes ihrer Tochter: Seinen Inhalt haben sie und Birgit Breitbach nach einem übersichtlichen System sortiert. Öffnet man die Schranktüren, ist sofort ersichtlich, dass jedem Kleidungsstück und jedem Accessoire ein ganz bestimmter Platz zugewiesen ist: Die Kleidung ist nach Farben und Funktionen sortiert, T-Shirts und Pullover liegen ordentlich gefaltet in Kunststoffkisten mit Rollen, die beschriftet sind und leicht herausgezogen werden können. Für Handtaschen nutzen die Frauen ein Hilfsmittel, das aus der Küche stammt: Topfdeckelhalter zum Ausziehen aus Edelstahl. Er könne "individuell an die Größe der Fläche im Kleiderschrank angepasst werden, und die Zwischenräume bieten Halt und Platz für die Handtaschen", erklärt Monica Hernandez. Aber auch ausrangierte Kleinstmöbel wie Rollcontainer können in einem Schrank eine ganz neue Funktion bekommen. Wichtig sei, jede Schublade nur mit Dingen aus einer Kategorie zu befüllen und das Beschriften nicht zu vergessen.

Leidenschaft

fürs Organisieren

Monica Hernandez und Birgit Breitbach kennen sich seit vielen Jahren und wohnen nur wenige Häuser voneinander entfernt in derselben Straße. Beide verbindet eine Leidenschaft für Organisation. Das habe sich schon abgezeichnet, als sie sich zum ersten Mal begegnet seien, erzählt Monica Hernandez, die auch Mitbegründerin des 2011 erstmals veranstalteten Höfeflohmarkts in der Heimchen-Siedlung ist. "Birgit meldete sich damals mit einem Stand an und fragte sofort, ob bei der Organisation noch Hilfe benötigt werde", erinnert sie sich. Über die Jahre sei eine Freundschaft entstanden. "Und dann kam die Corona-Pandemie." - gerade in den vergangenen zwei Jahren sei viel passiert. "Wir beide haben ganz unabhängig voneinander die Zeit genutzt, Ordnungsprojekte in unseren eigenen Wohnräumen zu starten, und uns das Ergebnis gegenseitig gezeigt", sagt Hernandez. Irgendwann sei die Idee entstanden, daraus etwas zu machen. Zunächst hätten sie Projekte im Familien- und Bekanntenkreis realisiert, bald darauf sei die Idee entstanden, sich damit selbstständig zu machen. Nun steht die Homepage, und die ersten Aufträge sind eingegangen. "Wir beginnen immer mit einem unverbindlichen Erstgespräch, bei dem es darum geht festzulegen, welche Wünsche umgesetzt werden sollen", sagt Birgit Breitbach. Dabei sei es wichtig, jedes Projekt immer individuell zu betrachten.

Ganz wichtig ist den beiden, dass es nicht darum gehe, ständig aufzuräumen. Alles werde einfacher, wenn für jedes Ding ein geeigneter Platz gefunden wird. Denn, so sagt Hernandez: Routine bringe für alle Familienmitglieder weniger Stress - und auch Zeitersparnis.

Mit einer Lade anfangen

Birgit Breitbach hat für alle, die mehr Ordnung in ihre Schränke bringen wollen, noch einen Tipp: "Immer erst mit einem kleinen Projekt anfangen, zum Beispiel mit einer Schublade aus der Kommode", sagt sie. "Einfach komplett ausleeren, sich einen Überblick verschaffen über die einzelnen Gegenstände, diese dann nach ihrer Funktion kategorisieren und schauen, ob es noch an einer anderen Stelle in der Wohnung Dinge derselben Kategorie gibt." Die müsse man dann nur noch zusammenführen . . .. Alexandra Flieth

Mehr Infos:

www.höchst-organisiert.de

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