Kita-Leiter Holger Hölzinger und Arne Kundt, KV-Vorsitzender, begutachten schon mal die Pläne für die neue Kita. Am kommenden Montag werden sie bei einer kleinen Feierstunde auch der Gemeinde vorgestellt.
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Kita-Leiter Holger Hölzinger und Arne Kundt, KV-Vorsitzender, begutachten schon mal die Pläne für die neue Kita. Am kommenden Montag werden sie bei einer kleinen Feierstunde auch der Gemeinde vorgestellt.

Baubeginn am Montag

Für die Kleinsten nur vom Feinsten

  • VonGernot Gottwals
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Neue Kita der Versöhnungsgemeinde in Frankfurt

Nach Verzögerungen und einer Umplanung wird die neue Kita Versöhnung nun als zweigeschossiger Neubau in Modulbauweise mit integriertem Hort errichtet. Die Feier zum Baubeginn am kommenden Montag, 13. Dezember, hat für die Gemeinde Frieden und Versöhnung durchaus symbolischen Charakter: "Am selben Datum erfolgte 1925 die Grundsteinlegung für die Friedenskirche. Zwei Meilensteine der Gemeinde in der Frankenallee und Sondershausenstraße für den Stadtteil und seine Menschen", betont Arne Knudt, Vorsitzender des Kirchenvorstands.

Präsentation der Pläne

Deshalb möchte die Gemeinde den Baubeginn im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders im Gallus feiern und lädt ab 16.30 Uhr zu einer Andacht mit Präsentation der Pläne und einem kleinen Weihnachtsmarkt auf dem Kita-Gelände ein. Erforderlich ist hierfür ein Nachweis über den Status als doppelt Geimpfter gegen Corona oder als Genesener.

Entgegen der ursprünglichen Planung haben sich die Gemeinde Frieden und Versöhnung und der Evangelische Regionalverband als Bauherr im Erbbauvertrag nun doch dazu entschlossen, den jetzigen Kindergarten abzureißen. "Eine Sanierung des jetzigen Gebäudes aus den 1950er Jahren, um dort den Hort unterzubringen, wäre im Verhältnis zur Errichtung neuer Hortäume sehr aufwendig, teuer und damit unwirtschaftlich geworden", erklärt Holger Hölzinger, Leiter der Kita Versöhnung.

Dafür werden jetzt in den fünfgruppigen Neubau für zukünftig 84 Kita-Kinder noch zwei Hortgruppen mit bis zu 42 Kinder im Grundschulalter aufgenommen, die montags bis freitags von 7. 30 bis 17 Uhr betreut werden. Daher haben sich die Kosten für den standardisierten Modulbau mit Passivhauselementen von Architekt Ferdinand Heide nun auf 5,35 Millionen Euro für 1366 Quadratmeter Grundfläche erhöht. Davon übernimmt die Stadt 3, 1 Millionen Euro, der Evangelische Regionalverband 0,79 Millionen Euro. Der Rest kommt aus Bundesmitteln für Kinderbetreuung und energieeffizientes Bauen.

Das neue Kitagebäude soll bereits in einem Jahr umzugsbereit sein, die durch den Abriss des alten Gebäudes gewonnene Außenfläche, auf der Bäume nachgepflanzt werden, etwa ein Jahr später. "Wir gehen mit dem Neubau auf unserem Grundstück 2,5 Meter zurück, um nicht zu dicht an den Eingang unserer ehemaligen, nun serbisch-orthodoxen Versöhnungskirche heranzurücken", sagt Knudt.

Im Eingang ein Taufstein

Wobei Teile der ehemaligen Kircheneinrichtung auch das Erdgeschoss der neuen Kita zieren werden: "Im Eingang finden das frühere Metallschild mit dem Kirchennamen, eine Kirchenbank sowie ein Taufstein Platz, der auch für Taufen in Familien genutzt werden kann", sagt Knudt. Besonders wichtig: "Unser Essraum und unsere neue Küche mit Wirtschaftsraum und Spülstraße, um frisch und abwechselnd vegetarisch, mit Fisch und Fleisch zu kochen", betont Hölzinger. Denn hier reichen die Kapazitäten im bisherigen Bau kaum noch aus.

Im Bistro könnten die Kinder sogar mitkochen. Außerdem werden im Erdgeschoss ein Bewegungs- und Konstruktionsraum und ein Werkraum eingerichtet. Im ersten Stock finden Mitarbeiter- und Ruheräume Platz, außerdem verschiedene Differenzierungsräume für Kinder mit besonderem Förderbedarf. "Wir sind als Sprachkita anerkannt, auch eine Hausaufgabenbetreuung ist vorgesehen", so Hölzinger.

"Wichtig sind uns im neuen Gebäude breite Spielflure und offene Betreuungskonzepte, die eine familiäre Atmosphäre schaffen", betont der Leiter. Um diesen Anforderungen für die gewachsene Zahl an Kindern gerecht zu werden, sei allerdings die zusätzliche Einstellung von sieben bis zehn pädagogischen Fachkräften erforderlich. "Dafür gibt es dann hier die besondere Chance, den Kitabetrieb neu aufzubauen und zu gestalten und so die Kinder vom 4. bis zum 14. Lebensjahr in unserer Gemeinde zu begleiten", betont Knudt abschließend.

Interessierte Eltern und pädagogische Fachkräfte erfahren weitere Details über die Internetseite friedenundversoehnung.de.

Gernot Gottwals

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