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Fünf Spiele im Waldstadion: Fußball-EM 2024 kostet Frankfurt 30 Millionen Euro

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Von: Sandra Busch

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Frankfurt richtet fünf Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2024 im Waldstadion aus. Das soll 30 Millionen Euro kosten und stößt auf Kritik.

Frankfurt - Fünf Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2024 finden in Frankfurt statt – und die Ausrichtung wird die Stadt 30 Millionen Euro kosten. Das sagte Sportdezernent Mike Josef (SPD) am Dienstagabend (20. September) im Haupt- und Finanzausschuss. Doch es würden auch Landeszuschüsse beantragt, „es kann sein, dass wir das nicht im Ganzen bezahlen müssen“.

Vier Gruppenspiele sowie ein Achtelfinale sollen im Sommer 2024 im Waldstadion stattfinden. Auch zur Errichtung von Fanmeilen hat sich die Stadt gegenüber der UEFA verpflichtet: Fast die Hälfte der 30 Millionen Euro soll die Tourismus- und Congress-GmbH erhalten, der Rest muss für Sicherheit, Mobilität und Nachhaltigkeit ausgegeben werden. So steht es in einer Magistratsvorlage.

EM 2024 in Deutschland: Waldstadion in Frankfurt unter den zehn Spielorten

Linken-Fraktionschef Michael Müller hat „ein paar Probleme, die 30 Millionen Euro einfach durchzuwinken“. 2017 habe es noch im Grundsatzbeschluss zur EM 2024 geheißen, dass die Ausrichtung zwölf bis 17 Millionen Euro kosten würde. Sicher sei es schwierig mit den UEFA-Verträgen, das sei ein „knallharter Standortwettbewerb“. Aber er erkenne nicht, warum nun mehr Geld zugeschossen werden müsse. Auch dass in der Vorlage die EM-Finanzierung von Haushaltskonsolidierung ausgenommen wird, stößt bei ihm und auch bei CDU-Fraktionschef Nils Kößler auf Kritik.

Im Waldstadion werden fünf EM-Spiele ausgetragen.
Im Waldstadion werden fünf EM-Spiele ausgetragen. © Arne Dedert/dpa

Josef erinnerte daran, dass bei der Vergabe der zehn EM-Austragungsorte „wir gerade auf Platz 10 durchgerutscht sind und uns gefreut haben“. Man sei nun vertraglich gebunden. Die Zahlen von 17 Millionen Euro vor einigen Jahren seien Kostenschätzungen gewesen. Jetzt gebe es valide Aufstellungen. „Und wir haben bei der Tourismus und Congress nicht das Premiumpaket bestellt.“

Josef plädierte vor allem dafür, dass die Dringlichkeit der Vorlage angenommen wird und das Stadtparlament am Donnerstag darüber entscheiden kann. Denn die UEFA würde Fanmeilen auch mitfinanzieren. „Doch das ist ein gedeckelter Topf – wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Es müsse nun signalisiert werden, dass die Finanzierung gesichert ist. Die Stadtverordneten wollen am Donnerstag im Ältestenausschuss, der vor dem Stadtparlament tagt, über die Dringlichkeit entscheiden. (Sandra Busch)

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