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Ein Foto von Fritz Bauer hängt in der Paulskirche.

Auschwitz-Prozesse

Gedenken an Fritz Bauer mit Steinmeier

Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903-1968) hat sich in der Nachkriegszeit der juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen verschrieben.

50 Jahre nach dem Tod von Fritz Bauer hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalt als eine "Schlüsselfigur" der jungen Bundesrepublik bezeichnet. Der Frankfurter Auschwitz-Prozess sei eine "Wegmarke" gewesen, sagte Steinmeier in einer Gedenkstunde für Bauer am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche. Bauer habe mit seinem Engagement die Rückkehr des Landes in die demokratische Weltgemeinschaft mit ermöglicht.

Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903-1968) hat sich in der Nachkriegszeit der juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen verschrieben. 50 Jahre nach seinem Tod wurde Bauer nun heute mit einem Gedenkakt in der Frankfurter Paulskirche geehrt.

Bauer sei kein "Nazi-Jäger und Racheengel" gewesen, sondern "Aufklärer und Humanist", sagte Steinmeier. Ihm sei es mit der juristischen Ahndung der NS-Verbrechen darum gegangen, "die Deutschen vor einem Rückfall in die Barbarei zu schützen". Der Bundespräsident bezeichnete Bauer als Vorbild, dessen Kampf um die Demokratie gerade heute aktuell bleibe.

Frankfurt ist bei der Ehrung durch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) vertreten, das Land durch den stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir (Grüne). Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei von der Universität Jena wird einen Vortrag halten.

Frei war einige Jahre lang auch Vorsitzender des 1995 gegründeten Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt. Es wird von Stadt und Land Hessen finanziell getragen und erforscht die Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen.

(dpa)

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