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Am Höchster Marktplatz wurde ein Bild der früheren Synagoge riesengroß auf eine Fassade projiziert.

Veranstaltungen in der Paulskirche und Höchst

Gedenken an Pogromnacht

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Der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 haben die Frankfurter gestern unter anderem bei Veranstaltungen in der Paulskirche und am Ettinghausenplatz gedacht.

Der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 haben die Frankfurter gestern unter anderem bei Veranstaltungen in der Paulskirche und am Ettinghausenplatz gedacht. Auf dem kleinen Platz neben dem Markt in Höchst stand früher die Synagoge des Stadtteils. Sie war eines von vielen jüdischen Gotteshäusern, die die Nationalsozialisten in der Pogromnacht in Brand steckten.

Zur offiziellen Gedenkstunde der Stadt in der Paulskirche mit 600 geladenen Gästen begrüßte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) unter anderem Salomon Korn, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde, und Harald Müller vom politikwissenschaftlichen Institut der Goethe-Universität. Letzterer hielt die

Gedenkrede.

Kirchendezernent Uwe Becker (CDU) erinnerte auf seiner Facebook-Seite an „die schrecklichen Novemberpogrome von 1938, bei denen der staatlich organisierte Antisemitismus von der Diskriminierung, Verfolgung und Entrechtung in die Zerstörung, Ermordung und Vernichtung jüdischen Lebens in Europa überging“.

Zu der Gedenkveranstaltung in Höchst, die die AG „Geschichte und Erinnerung“ organisiert hatte, kamen Dutzende Menschen. Wo einst die Höchster Synagoge stand, wurde deren Bild auf eine Hauswand projiziert.

(chc)

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