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Gedränge auf S-Bahnsteig Hauptwache soll abnehmen: Doch ein Nachteil bleibt

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Von: Dennis Pfeiffer-Goldmann

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An die neuen Haltepositionen der S-Bahnen an der Hauptwache müssen sich einige Fahrgäste noch gewöhnen.
An die neuen Haltepositionen der S-Bahnen an der Hauptwache müssen sich einige Fahrgäste noch gewöhnen. © Michael Faust

Die Bahn hat die Haltepositionen am Bahnsteig Richtung Hauptbahnhof nach vorne verlegt. Jetzt heißt es für manch einen: rennen.

Frankfurt – Nur mit einem Spurt können einige Fahrgäste derzeit ihre S-Bahnen im Tiefbahnhof Hauptwache noch erreichen. Die Bahn hat nämlich die Haltepositionen am Bahnsteig Richtung Hauptbahnhof Frankfurt von hinten nach vorne verlegt: unter Rathenauplatz und Freßgass.

Am hinteren, östlichen Bahnsteigende, wo die S-Bahnen bisher hielten, befinden sich die Durchgänge zu den U-Bahnen und nach oben zur B-Ebene, zu Zeil und Hauptwache. Warten Fahrgäste nun wie gewohnt, rauschen Voll- und Kurzzüge überraschend an ihnen vorbei und halten weiter vorn. Teils rennen dann Dutzende Fahrgäste zur Bahn, drängen alle in die letzte Tür. Dennoch sei die Hauptwache kein "Verspätungs-Hotspot", sagt Julia Katzenbach-Trosch, Sprecherin der S-Bahn Rhein-Main.

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Sie räumt aber ein: "Es braucht Zeit, wenn wir das Verhalten der Fahrgäste ändern wollen." Die Haltepositionen der Züge habe die Bahn Ende November bewusst verlegt: "Wir wollen, dass die Reisenden die 210 Meter Länge des Bahnsteigs vollständig ausnutzen", so die Sprecherin. So solle die Kapazität der Station mit Blick auf die Verkehrswende und die erwünschten Steigerungen der Fahrgastzahlen erhöht werden. "Dafür müssen wir unseren Platz perspektivisch besser ausnutzen." Dabei sei die Hauptwache ein Pilotprojekt. Sie ist mit gut 93 000 Fahrgästen jeden Tag der meistfrequentierte Schnellbahnknoten Frankfurts.

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Bisher hätten sich die Fahrgäste im östlichen Abschnitt des Bahnsteigs gedrängelt und im westlichen war es leer, erklärt die Sprecherin. Mit dem Versetzen von Sitzgelegenheiten solle der Aufenthalt im Westabschnitt noch attraktiver werden, auch die Beschilderung werde noch angepasst. Ergänzt worden sei auch die Kennzeichnung auf der Straßenebene: In der Freßgass wurden große S-Bahn-Schilder montiert, damit Fahrgäste diesen bisher nur schwach genutzten Zugang besser bemerkten und nicht fast alle nur den Hauptzugang an der Zeil nutzten. (Dennis Pfeiffer-Goldmann)

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