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So stellte sich die Situation noch vor einigen Monaten dar: In der Kurve parken Lastwagen, Radfahrer sind gefährdet.

Situation hat sich entspannt

Frankfurt-Eckenheim: Die Gefahrenstelle in der Karl-von-Drais-Straße ist Geschichte

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Die Situation in der Karl-von-Drais-Straße hat sich entspannt, seit das Autohaus Euler die Lastwagen in der Hügelstraße abladen lässt. Zu diesem Urteil kommt der Ortsvorsteher. Der Magistrat hat eine Anfrage des Ortsbeirats jetzt beantwortet, mit zum Teil überholten Aussagen.

Frankfurt - Manchmal dauert es etwas, bis ein Schriftstück durch die Gremien und Büros der Stadtverwaltung durch ist. Manchmal so lange, dass es veraltet ist. So auch jetzt bei der Antwort, die der Magistrat auf eine Anfrage aus dem Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim) versendet hat. Ursprünglich wollten die Grünen im Sommer wissen, wann und wie der Magistrat in der Karl-von-Drais-Straße in Eckenheim die Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr herzustellen gedenkt.

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Inzwischen ist einiges geschehen, und zwar zum Besseren. Das Autohaus kann eine Ladezone in der Hügelstraße nutzen. Anfangs wurde diese zögerlich angenommen: „Wir hatten Anrufe von Anwohnern, weil trotzdem in der Karl-von-Drais-Straße entladen wurde“, sagte Klaus Georg von den Grünen im Ortsbeirat 10. In den vergangenen Wochen und Monaten jedoch habe er allerdings keine Beschwerden mehr entgegennehmen müssen. „Wahrscheinlich klappt das jetzt. Dann wäre auch das Verkehrsproblem gelöst.“

Antwort überholt

Die Antwort des Magistrats ist in dieser Hinsicht veraltet. Er schreibt, dass kurzfristig in der Hügelstraße eine Be- und Entlademöglichkeit geschaffen werden solle. Aber das, wie gesagt, ist schon geschehen.

„Mittelfristig wäre“, fährt der Magistrat fort, „– eine entsprechende Beschlussfassung im Ortsbeirat vorausgesetzt – der Magistrat bereit, eine bauliche Anpassung zur Wiedereinrichtung einer Ladezone in der Karl-von-Drais-Straße selbst zu prüfen und, wenn auch unter Berücksichtigung einer sicheren Radverkehrsführung machbar, umzusetzen.“ Auch dieser Beschluss des Ortsbeirats sei bereits gefallen, sagt Ortsvorsteher Robert Lange.

Alles ein Kompromiss

„Es ist ein Kompromiss, wie die Nutzung der Karl-von-Drais-Straße für die Radfahrer insgesamt. Ich kann verstehen, dass Eltern sichere Schulwege fordern. Zum Glück ist in den vergangenen Jahren nichts passiert. Und auch die neue Ladezone in der Karl-von-Drais-Straße wird ein Kompromiss sein.“ Lange hält es – wie die Mehrheit im Ortsbeirat und gegen die Stimmen der Grünen bei der Abstimmung – für vertretbar, den Bürgersteig vor dem Autohaus Euler auf 1,5 Meter zu beschränken und dann Ladezonen für die Lastwagen einzurichten. „Man darf nicht vergessen, dass die Strecke von der Hügelstraße zum Euler sicher größer ist als 150 Meter“, so Lange. Der Magistrat hatte in seiner Antwort noch geschrieben, dass nicht zugelassene, neu gelieferte Fahrzeuge bis zu 150 Meter auf öffentlichen Straßen fahren dürfen. So weit reiche der Versicherungsschutz durch den Spediteur. „Die Spediteure sind sicher nicht begeistert, die Autos auf dieser sehr viel weiteren Strecke zu Euler bringen zu müssen“, sagte Lange.

Deswegen sei eine richtige Ladezone in der Drais-Straße besser, bei maximal möglicher Sicherheit für die Radfahrer. Nicht zuletzt, weil Drais, der Namensgeber der Straße im Gewerbegebiet, als Erfinder des Fahrrads gilt.

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