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Regisseur Florian Opitz wirbt für seinen neuen Film im Frankfurter ?Cinema?.

Gegen den Wahn ewigen Wachstums

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Der Filmemacher, Autor und Journalist Florian Opitz war im Stress. Mit seinem neuen Film „System Error“ tourte er unlängst durch die Republik

Der Filmemacher, Autor und Journalist Florian Opitz war im Stress. Mit seinem neuen Film „System Error“ tourte er unlängst durch die Republik und machte auch im Frankfurter „Cinema“ Station. „Innerhalb von drei Wochen war ich in 20 Kinos“, so der 45-Jährige zweifache Grimme-Preisträger. Doch was muss, das muss: „Gerade für Dokumentarfilme eine gewisse Aufmerksamkeit herzustellen, ist recht schwierig“, sagt er.

Da kommt eine Präsentation wie in Frankfurt gerade recht. „Es wird darüber berichtet. Deshalb machen wir das. Auch, damit die Kinos mindestens einmal die Bude voll haben“, sagt Opitz. Er zeigt in seinem neuesten Film, wie trotz schmelzender Gletscher, zugemüllter Meere und Finanzmärkten, die ständig kurz vor dem nächsten Kollaps stehen, allenthalben unbeirrt weiter auf Wachstum gesetzt wird. „Ein unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten ist nicht möglich“, lautet sein Credo. Damit fühlt sich Opitz im Finanzplatz Frankfurt genau am richtigen Ort.

Doch deshalb fiel seine Wahl nicht auf die Bankenstadt. Ihm geht es eher darum, „dass Großstädte genug Programmkinos haben und das entsprechende Publikum. Eben eine kritische Masse, die sich mit dem Thema auseinandersetzt“. Gedreht hat er in den internationalen Zentren des Kapitals wie New York, London und München.

(es)

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