"Seinkai, Deinkai, Mainkai" statt "Seinstau, Deinstau, Mainstau" - Befürworter der Sperrung haben Schilder entworfen, um ihre Position zu verdeutlichen. Die Schilder haben sie an gelben Blumenkästen befestigt, mit denen sie zuvor bereits die tristen Betonpoller verschönert hatten.
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"Seinkai, Deinkai, Mainkai" statt "Seinstau, Deinstau, Mainstau" - Befürworter der Sperrung haben Schilder entworfen, um ihre Position zu verdeutlichen. Die Schilder haben sie an gelben Blumenkästen befestigt, mit denen sie zuvor bereits die tristen Betonpoller verschönert hatten.

Mainkai-Sperrung: Diskutieren Sie mit

Gegner und Befürworter des Frankfurter Verkehrsversuchs debattieren beim FNP-Bürgerforum

  • Dennis Pfeiffer-Goldmann
    vonDennis Pfeiffer-Goldmann
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Dass auf dem Mainkai keine Autos fahren dürfen, entzweit die Stadt. Nun treffen die Fronten aufeinander - mit Argumenten

Frankfurt -Was bringt die Sperrung des Mainkais? Warum ist sie überhaupt nötig? Und was soll nach dem Verkehrsversuch geschehen? Alle wichtigen Fragen zum umstrittenen Test im Herzen der Innenstadt werden morgen (Mittwoch, 17. Juni) beim Bürgerforum dieser Zeitung "Gesperrter Mainkai - viel Lärm um die neue Ruhe" gestellt und beantwortet.

Zweieinhalb Monate vor Ende des 13-monatigen Verkehrsversuchs sind die Probleme groß, viele Fragen offen, die Zukunft ungewiss. In benachbarten Straßen, besonders in Sachsenhausen, klagen Anwohner über Verkehrslärm, Unternehmen geißeln lange Umwege für ihre Transporte.

Auf der anderen Seite schätzen viele von denen, welche die vom Autolärm befreite Straße am Fluss nutzen, die neue Ruhe. Vor allem Radfahrer, auch Fußgänger und einige E-Tretrollerfahrer sind auf dem Asphaltband unterwegs. Mehr als 8000 Bürger haben nach Angaben der Initiatoren die Petition für einen autofreien Mainkai unterzeichnet.

Wie es läuft bei der Mainkai-Sperrung, ob der Versuch verlängert wird und wie die Zukunft der Straße aussieht - all das ist morgen Thema beim FNP-Bürgerforum. Die vier wichtigsten Personen bei diesem Thema bringt die Redaktion dieser Zeitung auf die Bühne, damit die Leser ihnen auf den Zahn fühlen können:

Klaus Oesterling:Der Verkehrsdezernent von der SPD ist zuständig für die Umsetzung der Mainkai-Sperrung und den gesamten Verkehr. Seine Partei hatte das Vorhaben - es war schon 2016 ihr Schwerpunktthema im Wahlkampf - in der Koalition mit CDU und Grünen durchgesetzt. Die SPD will den Mainkai dauerhaft gesperrt lassen und umbauen.

Nils Kößler:Der Vorsitzende der größten Regierungsfraktion, der CDU, sieht den Verkehrsversuch als gescheitert an. Deshalb will seine Partei die Straße wieder öffnen. Dabei soll aber nur noch je eine Fahrspur für Autos bleiben, dafür je eine Radspur hinzukommen. Schöner umgebaut werden soll der zentrale Abschnitt beiderseits des Eisernen Stegs.

Herbert Schmoll:Der Personalberater ist Initiator und führender Kopf der Bürgerinitiative "Sachsenhausen wehrt sich". In ihr haben sich die Anwohner südlich des Mains zusammengeschlossen, durch deren Straßen seit der Mainkai-Sperrung viel mehr Verkehr fließt. Deshalb und weil kein sinnvolles Gesamtkonzept vorliegt, fordert die Initiative ein sofortiges Ende des Verkehrsversuchs.

Oliver Strank:Der Rechtsanwalt ist SPD-Politiker, Ortsvorsteher im Ortsbeirat 1 (unter anderem Innenstadt und Altstadt) und Initiator und führender Kopf der Bürgerinitiative "Lebensqualität am Mainkai". In ihr haben sich, weit über die Nachbarschaft am Mainkai hinaus, viele derjenigen zusammengefunden, die die Straße dauerhaft gesperrt wissen und umgebaut sehen wollen.

30 Zuschauer können morgen Abend direkt im Saal teilnehmen und ihre Fragen an die Podiumsteilnehmer stellen. Geschuldet ist dies dem Distanzgebot zum Vermeiden einer Corona-Ansteckung. Zutritt zur Veranstaltung bekommen nur Gäste mit Einlasskarte. Diese Karten sind bereits übers Wochenende vergeben worden und nicht übertragbar.

Mitmachen ist dennoch für jeden Interessierten möglich: Auf fnp.de/eventvideowird das Bürgerforum von 19 Uhr an morgen (Mittwoch) live im Internet übertragen. Dort können Zuschauer über eine Chat-Funktion auch direkt Fragen in die Diskussion einbringen. Redakteur Dennis Pfeiffer-Goldmann moderiert das FNP-Bürgerforum. Er wird versuchen, so viele Fragen wie möglich beantworten zu lassen.

Fragen vorab heute noch stellen

Wer eine Frage an einen Teilnehmer des Podiums stellen möchte, kann diese heute noch (16. Juni) einreichen: per E-Mail an frankfurt@fnp.de mit dem Betreff "Mainkai".

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