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Boris Rhein (von links), Roland Frischkorn vom Sportkreis Frankfurt, Hans-Dieter Knoblauch und Markus Frank in der alten Traglufthalle des TC, die der hölzerne Neubau ersetzen wird.

Tennisanlage

Geld vom Land für eine neue Halle

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Noch in diesem Jahr will der TC Bergen-Enkheim mit dem Bau seiner neuen Tennishalle beginnen. Bis Weihnachten soll der Neubau fertig werden.

Fast 20 Jahre ist die alte Traglufthalle alt, die die Mitglieder des Tennisclubs TC Bergen-Enkheim jedes Jahr im Herbst auf zweien ihrer neun Ascheplätze aufbauen und im Frühjahr wieder abbauen. „Normalerweise hält so eine Halle nur zehn, 15 Jahre. Entsprechend kaputt ist sie, an vielen Stellen gibt es bereits Löcher“, erklärt Oliver Tüngeler, der designierte Nachfolger des Vereinsvorsitzenden Hans-Dieter Knoblauch.

Höchste Zeit also, die Halle zu ersetzen –aber nicht durch eine neue Traglufthalle, sondern einen festen Neubau jenseits der Rangenbergstraße. Rund 1,7 Millionen Euro soll die Drei-Felder-Halle kosten, die auf dem früheren Fußballplatz von Germania Enkheim entsteht. Etwa die Hälfte der Baukosten übernimmt der Verein, den Rest teilen sich Stadt und Land Hessen: Innenminister Boris Rhein (CDU) übergab gestern einen Scheck über 200 000 Euro.

Nicht nur müsse die alte Halle dringend ersetzt werden, sagt Tüngeler. Der Aufwand, mit 20 Freiwilligen und einer Spezialfirma die Halle im Herbst aufzubauen, sei groß. „Und wir haben 30 000 bis 40 000 Euro Heizkosten pro Jahr.“ „Die Traglufthalle ist zu 80 Prozent ausgelastet. Wir können im Winter gut einen dritten Platz gebrauchen“, sagt Kerstin von Tenspolde vom Hallenbauteam des TC. Sich in anderen Hallen einzumieten, sei schwer, weil die Nachfrage größer als das Angebot ist.

Tennis werde von Jahr zu Jahr beliebter, erklärt Knoblauch. In den vergangenen acht Jahren habe der TC seine Mitgliederzahl verdoppelt. „Am 1. Januar hatten wir 482 Mitglieder, 200 davon sind Kinder und Jugendliche. Im Sommer 2017 waren es sogar 550.“ Das sei kein kurzfristiger Boom wie in den später 1980er Jahren, als Boris Becker und Steffi Graf ihre Turniersiege feierten, sagt Tüngeler. „Das ist eine kontinuierliche Entwicklung über viele Jahre hinweg.“

Vor vier Jahren entschloss der Verein sich zum Bau der neuen Halle. Tüngeler ist überzeugt, dass sich die Investition lohnt. „Wir haben eine gute Nachwuchsarbeit. Die Tennischule ,101% Tennis‘, mit der wir kooperieren, kann mehr Trainingszeiten im Winter anbieten. Und wir können mit der Halle Einnahmen erzielen.“ Die Bedingungen für Vereine, die eigene Sportanlagen bauen wollen, seien noch nie so gut gewesen, sagt Sportdezernent Markus Frank (CDU). „Wir haben die Förderung gerade auf bis zu 50 Prozent der Kosten erhöht. Und auch die Zinsen für Kredite sind so niedrig wie noch nie.“

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