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Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main.

Geldstrafe für Fahrer nach Unfall auf Flughafen-Vorfeld

Nach dem Unfall mit 14 Verletzten auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens ist der Fahrer eines Gepäck-Schleppers zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Nach dem Unfall mit 14 Verletzten auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens ist der Fahrer eines Gepäck-Schleppers zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Nach einem Urteil des Amtsgericht Frankfurt von Dienstag muss er insgesamt 4500 zahlen (90 Tagessätze). Das Gericht ging bei seiner Entscheidung von fahrlässiger Körperverletzung aus.

Der Unfall hatte sich im Februar dieses Jahres ereignet. Der angeklagte 47 Jahre alte Fahrer wollte seinen Wagen nach dem Tanken wieder in die normale Warteposition an einem gelandeten Flugzeug bringen. Beim Wenden übersah er einen Omnibus mit Passagieren an Bord, der schließlich mit dem Transporter zusammenstieß. Von 72 Insassen wurden 14 verletzt - einer musste sich sogar einer Operation am Knie unterziehen. An Bus und Transporter entstand ein Sachschaden von knapp 30 000 Euro.

Nach Angaben eines Zeugen hatte der Angeklagte unter anderem vergessen, den Blinker zu setzen. Dem Vorschlag seines Verteidigers, es bei einer Verwarnung zu belassen, stimmte die Amtsrichterin nicht zu. „Mit 14 Verletzten ist dies keine kleine Sache mehr”, sagte sie. Allein die „Verteidigung der Rechtsordnung” gebiete die Verhängung einer Geldstrafe. Zugute gehalten wurde dem Angeklagten, dass er selbst verletzt wurde und einen Monat krankgeschrieben war.

(dpa)

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