Hilfe wird weiter benötigt

Gelungene Aktion fürs Tierheim

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In Tierheimen ist der Bedarf an Futter und Wolldecken im Winter noch größer als zu anderen Zeiten. Zu Weihnachten ist zwar die Spendenbereitschaft höher als sonst. Doch: Im Februar sind die meisten Spenden bereits wieder aufgebraucht.

Schon seit einigen Jahren arbeitet Jeanette Nold bei ihren Spendenaktionen für Tierheime mit dem Hornbach-Markt in Nieder-Eschbach zusammen. Erstmals jedoch bot Frank Sucha von der Marktleitung an, einen Weihnachtsbaum aufzustellen, geschmückt mit Fotos von Tieren, die im Tierheim leben und Hilfe brauchen. Zwar wird der Baum nun abgebaut, doch noch bis zum 31. Dezember kann man im Gartencenter des Markts Tierfutter für den guten Zweck kaufen. Auch Mitarbeiter des Baumarkts haben sich bereits beteiligt. Und erste Spenden hat Jeanette Nold im Tierheim Harheim sowie im Berkersheimer Tierheim des Tierschutzvereins „Tiere und Menschen“ bereits abgegeben.

In Berkersheim freut sich die Vereinsvorsitzende, Patricia Schlegel, über die Hilfe. „Das ist eine tolle Aktion, alle Spendensammlungen sind gut für uns.“ Mit Jeanette Nold arbeitet sie seit einigen Jahren zusammen. Nold sammelt das ganze Jahr über für die Tierheime in Berkersheim und Hanau. „Wir brauchen in der kalten Jahreszeit mehr Futter als sonst, aber auch sehr viele Wolldecken.“ Vor allem für die bis zu 35 Hunde, die auf dem Gelände im Niddatal an der Berkersheimer Bahnstraße leben. Die vertilgen jeden Tag allein 10 bis 15 Kilo Trockenfutter. Aber auch für die Katzen, die Schlegel immer wieder in geringer Zahl aufnimmt. Und seit einiger Zeit kümmert sich Nold auch um einige Pferde, die eigentlich zum Schlachter gebracht werden sollten. „Für die Pferde können wir auch Äpfel und Karotten gut gebrauchen.“Immer wieder brauche der Verein aber auch Spezialfutter, sagt Schlegel. Etwa für Hunde, die aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Diät halten müssen. „Immer wieder veröffentlichen wir auf unserer Internetseite unter dem Punkt Aktuelles, was wir benötigen.“ Dazu zählen immer wieder Medikamente oder Verbandsmaterial. Dort gibt es auch Infos zum Spendenkonto. Rund 5500 Euro Tierarztkosten muss der Verein noch begleichen und seinen Kleinbus abbezahlen. „Aber auch Paten und Pflegestellen für unsere Tiere suchen wir dringend“, sagt Schlegel. Wenn im Tierheim kein Platz mehr ist, bringt Schlegel einige Hunde auf Pflegestellen unter, bis die Tiere in ein neues Zuhause vermittelt werden. „Wir übernehmen natürlich sämtliche Futter- und Arztkosten.“

Auch tatkräftige Hilfe rund um das kleine Haus und die Außengehege nimmt der kleine Tierschutzverein gerne an. „Ich war froh, dass ein Helfer vor kurzem neue Türen für die Hundehütten gebaut hat“, erzählt Schlegel. Suchas Kolleginnen Ina Nagelschmidt und Carolin Ziegler haben zusammengelegt, um eine neue Hundehütte zu finanzieren. „Aber auch Futter haben wir schon gespendet“, sagt Nagelschmidt. Sie hat selbst einen vier Jahre alten Mischlingsrüden und weiß, wie dringend Tierheime auf Unterstützung angewiesen sind. So groß die Spendenbereitschaft zu Weihnachten ist, so schnell sind die Futter- und Geldmittel wieder aufgebraucht, weiß Schlegel. „In Februar wird es oft bereits wieder knapp.“

Hier kann man helfen:

Infos im Internet unter http://tsv-tiere-und-menschen.de; Kontakt zu Jeanette Nold: nojea@t-online.de

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