Frankfurter im Sachverständigenrat

Gerlach gibt der Regierung manch gesunden Rat

Der Frankfurter Medizin-Professor Ferdinand M. Gerlach wurde von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erneut in den Sachverständigenrat Gesundheit berufen.

Der Frankfurter Medizin-Professor Ferdinand M. Gerlach wurde von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erneut in den Sachverständigenrat Gesundheit berufen. Die Amtszeit geht bis Dezember 2018, die Ernennung zum Vorsitzenden erfolgte auf Vorschlag des Gremiums. Gerlach ist bereits seit 2007 Ratsmitglied und seit 2012 Vorsitzender. Die Übergabe der Ernennungsurkunde durch den Minister erfolgte am Montag in Berlin. Der interdisziplinär besetzte Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat sieben Mitglieder und gilt als wichtigstes Expertengremium der deutschen Gesundheitspolitik.

Universitätspräsidentin Professorin Birgitta Wolff gratulierte Gerlach zur Wiederwahl: „Glückwunsch, lieber Herr Gerlach! Ich bin froh, dass eines der wichtigsten Beratungsgremien der Bundesregierung an der Spitze weiterhin mit einem Vertreter der Goethe-Universität besetzt ist. Das zeigt zweierlei: Die hohe Reputation, die Sie als Forscher und Ratgeber genießen, sowie den guten Ruf der Goethe-Universität als Impulsgeber in der deutschen Gesundheitspolitik.“

Gerlach leitet seit 2004 das Institut für Allgemeinmedizin des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität Frankfurt. Der 53-Jährige ist zudem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Qualitätsförderung in der ambulanten Versorgung, Fehlerprävention, strukturierte Versorgung chronisch Kranker und die Versorgungsforschung.

Der Rat der Gesundheitsweisen wurde 1985 geschaffen – damals noch unter anderem Namen. Seine Aufgabe ist es, Prioritäten für den Abbau von Versorgungsdefiziten und bestehenden Überversorgungen zu benennen und Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Gesundheitswesens zu unterbreiten. 2015 plant das Gremium die Veröffentlichung eines Sondergutachtens zur Entwicklung des Krankengeldes.

(red)

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