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Von links: Bruno Dorn (FNP-Grafikdesigner) mit Rafal Rogalski (1. Platz), Dominique Ewert (Messe Frankfurt) und Daniel Falke (2. Platz), sowie Luminale-Kuratorin Isa Rekkab und Hazim Terzic (3. Preis).

Siegerehrung

Gewinner beim Luminale-Fotowettbewerb stehen fest

Drei Siegerfotos wurden von der Jury des Luminale-Fotowettbewerbs ausgezeichnet. Die Gewinner freuten sich über ihre Preisgelder und verrieten auch, was sie damit vorhaben.

Der mit 1500 Euro datierte erste Preis des Luminale-Fotowettbewerbs ging an Rafal Rogalski aus Maintal für sein Schwarz-Weiß-Bild aus dem Inneren der Katharinenkirche. Dort entstand durch ein Lichtspiel bizarre, leuchtende Streifen an den Wänden. Rogalskis Foto fing das Spektakel perfekt ein, besticht durch eine Dramaturgie, die den Kirchenraum buchstäblich in neuem Licht erscheinen lässt.

Beim Fotowettbewerb waren 3000 Bilder in die Redaktion dieser Zeitung, die gemeinsam mit dem Luminale-Verein und der Messe Frankfurt den Preis zum dritten Mal ausgelobt hatte, eingeschickt worden. Jeder Bewerber konnte fünf Fotos hochladen. Die Jury bestand aus der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sowie der Preisgeldgeberin und Begründerin des Preises, der Messe Frankfurt, vertreten durch Dominique Ewert. Dabei waren die Luminale-Kuratorin Isa Rekkab und der Grafikdesigner Bruno Dorn, der für diese Zeitung arbeitet, dabei.

„Wie haben lange diskutiert, haben mehrere Male die eingeschickten Bilder neu sortiert und sind immer wieder bei Ihren gelandet,“ sagte Dominique Ewert von der Messe Frankfurt. „Ihre Fotos sind so überzeugend und ausdrucksstark, dass wir uns für sie entschieden haben.“

Rafal Rogalsky (27), der mit seiner Mutter Barbara zur Verleihung kam, freute sich riesig. Er wollte lieber gar nicht zugeben, dass sein Foto mit dem I-Phone entstanden ist. Seit Anfang des Jahres postet er Bilder auf Instagram, bekommt viel Beifall im Netz. „Das Bild habe ich ziemlich schnell gemacht. Meine Freundin war dabei, sie hat gefroren, so dass wie weiter wollten. Da standen so viele Profi-Fotografen mit riesigen Kameras. Ich dachte, so tolle Bilder wie ihre gelingen mir jetzt eh nicht.“ Er schickte es trotzdem ein, dann kam die Nachricht des Preises. „Von dem Preisgeld kaufe ich mir jetzt eine Systemkamera“, freute sich der Student.

Der zweite Preis in Höhe von 1000 Euro ging an Daniel Falke (31) aus Bockenheim. Sein Schwarz-Weiß-Foto vom Römer fing einen besonderen Moment des Licht-Events ein: Vom oberen Fenster aus erstrahlen Lichtstreifen sternförmig über die komplette Fassade. Er benutzte dazu ein lichtstarkes Objektiv auf seiner Olympus M 1. „Ein spannender Moment,“ sagt Isa Rekkab. Falke kam mit seiner Frau Laura, die beiden werden bald Eltern und können das Geld gut gebrauchen.

Der dritte Preisträger (500 Euro) war am weitesten angereist: Hazim Terzic kam aus der Stadt Travnik in Bosnien. Seine ungewöhnliche Kamera hat er auch mitgebracht: eine 360-Grad-Kamera auf einem Stick, die „Tiny-Planet“-Bilder machen kann. Er hat sein Foto vom Römerberg optisch nach außen gewölbt, so dass eine ulkige Perspektive entsteht.

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