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In der Nacht von Sonntag auf Montag durften 27 Flugzeuge nach 23 Uhr starten und neun Maschinen landen. Schuld war das Wetter.

Flughafen Frankfurt

Gewitter sorgt für späten Fluglärm

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Zu „massiven Ruhestörungen und Verletzungen der Nachtruhe“ ist es in der Nacht von Sonntag auf Montag gekommen. „In dieser Nacht waren während der Nachtflugverbotszeit häufige und besonders laute

Zu „massiven Ruhestörungen und Verletzungen der Nachtruhe“ ist es in der Nacht von Sonntag auf Montag gekommen. „In dieser Nacht waren während der Nachtflugverbotszeit häufige und besonders laute Flugbewegungen zu verzeichnen“, so schilderte es eine Niederräderin gestern.

Wie das hessische Wirtschaftsministerium mitteilte, lagen die verspäteten Starts und Landungen am Wetter. Aufgrund von starken Gewittern und Sturmböen im An- und Abflugsektor des Flughafens mussten am Sonntagabend Maßnahmen der Flugverkehrskontrolle ergriffen werden, die die geordnete Verkehrsabwicklung im Falle von Wettereinflüssen sicherstellen. Dabei werden die Sicherheitsabstände zwischen den Flugzeugen bei den An- und Abflügen erhöht. Das hat zu erheblichen Verzögerungen in den Abläufen geführt. Zwischen 10.20 und 21 Uhr wurde die Anzahl der Anflüge reduziert. Zudem konnte abends die Startbahn West aufgrund von starkem Rückenwind nur eingeschränkt genutzt werden.

Deshalb waren in der Nacht zum Montag 27 Ausnahmegenehmigungen für verspätete Starts beantragt und von der Luftaufsicht genehmigt worden, da die Gründe für die Verspätungen ausschließlich wetterbedingt waren und damit außerhalb des Einflussbereichs der Luftfahrtunternehmen lagen. Die letzte Maschine startete um 23.37 Uhr. Dabei handelte sich um einen Flug von Turkish Airlines nach Istanbul. Zudem gab es neun verspätete Landungen. Die letzte Maschine landete um 23.54 Uhr, sie war von Lufthansa und kam aus München.

„Wir konnten in den letzten Jahren sehen, dass sich die wetterbedingten Verspätungsstarts immer weiter vom Winter in die Sommermonate verschieben. Dies zeigt erneut, dass der Klimawandel im Gang ist“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). „Bei solchen Wetterverhältnissen hat die Optimierung der Abläufe am Flughafen ihre Grenzen. Im Winter dagegen hat sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.“

(jlo)

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