Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Der Grillplatz an der Nidda in der Römerstadt war stets stark genutzt.
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Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Der Grillplatz an der Nidda in der Römerstadt war stets stark genutzt.

Freizeit

Ginnheim/Römerstadt: Vorschläge für Grillplatz fallen durch

  • Judith Dietermann
    vonJudith Dietermann
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SPD im Ortsbeirat 8 regt Flächen im Nachbarbezirk an und erntet Kritik.

Römerstadt/Ginnheim -Der Grillplatz an der Hadrianstraße ist Geschichte - mehrheitlich hatte sich der Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) in seiner Januar-Sitzung für dessen endgültige Schließung ausgesprochen. Zu diesem Beschluss hatte der Magistrat das Stadtteilgremium aufgefordert, da die Schließung von Grillplätzen in dessen Zuständigkeit liege. Erst dann könnte die Fläche an der Nidda auch aus der Liste der städtischen Grillplätze gestrichen werden. Was bis jetzt noch nicht geschehen ist.

Was auch noch fehle, sei eine entsprechende Alternative. Das meint zumindest die SPD-Fraktion, die in der jüngsten Ortsbeirats-Sitzung einen entsprechenden Antrag mit zwei möglichen Ausweichflächen stellte. Diese befinden sich allerdings nicht auf der Heddernheimer Seite der Nidda, sondern auf der gegenüberliegenden, auf Ginnheimer Seite. Und damit außerhalb des Zuständigkeitsbereiches des Ortsbeirates 8, stattdessen in dem des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim). Das Stadtteilgremium, das sich bereits vehement gegen einen Grillplatz am Ginnheimer Wäldchen, direkt gegenüber dem großen Spielplatz im Niddapark, gewehrt hatte.

Das Grünflächenamt hatte dieses Areal als Alternative für den Grillplatz an der Hadrianstraße vorgeschlagen. Jedoch ohne Erfolg - aus Angst vor Vermüllung und Wildpinklern sowie negativem Einfluss auf die benachbarte Gaststätte wurde die Idee deutlich zurückgewiesen.

Seitdem ruhte die Diskussion, bis eben jetzt die SPD im Achter zwei mögliche Areale vorschlug: eine Fläche östlich der Rosa-Luxemburg-Straße zwischen Nidda und der Gaststätte "Ginnheimer Wirtshaus" sowie ein Areal an der Ausfahrt der Rosa-Luxemburg-Straße zur Straße "Am Ginnheimer Wäldchen" - parallel zur U-Bahnstation "Niddapark". "Ich finde diesen Antrag etwas irritierend. Eine Ersatzfläche ist sicher gut, aber es ist nicht unsere Aufgabe, über eine Fläche des Ortsbeirates 9 zu entscheiden", erklärte Joachim Rotberg (CDU), warum er gegen den Antrag stimmte. Zudem bezeichnete er den Antrag gar als übergriffig. Man könne sicher mit den Kollegen aus dem Neuner direkt sprechen, statt den parlamentarischen Weg zu nutzen, fügte er hinzu.

Ihr Kollege Hans Creß, der krankheitsbedingt nicht an der Sitzung teilnehmen konnte, habe eine entsprechende Anfrage auf der Bürgerbeteiligungsplattform der Stadt "Frankfurt fragt mich" gestartet, diese zwei möglichen Standorte seien ihm dann genannt worden, sagte Stephanie Mohr-Hauke, die den Antrag als "überhaupt nicht als übergriffig" ansah. Man könnte diese Alternativflächen doch zumindest einmal prüfen lassen.

Auch die Grünen reagierten mit Ablehnung. Deren Fraktionsvorsitzender Erik Harbach verwies auf andere Kommunikationsmöglichkeiten wie ein Telefon oder eine E-Mail. Ralf Porsche, Fraktionsvorsitzender der CDU, betonte gar, dass man "im Achter nicht die Arbeit der Stadt und des Neuners übernehmen sollte". Vor allem nicht bei solch einem Thema, an dem man sich schnell "die Finger verbrennt".

Und auch aus dem Ortsbeirat 9 gibt es bereits Reaktionen auf den SPD-Antrag, der letztlich abgelehnt wurde. "Der Achter soll sich einen Grillplatz auf seiner Seite suchen. Außerdem sind die vorgeschlagenen Orte inakzeptabel", sagte Thomas Budenz (BFF).

Judith Dietermann

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