Goldjunge und Glückskind: Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev gibt bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen Nachwuchsspieler Henry aus Darmstadt ein Autogramm auf den Schläger.
+
Goldjunge und Glückskind: Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev gibt bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen Nachwuchsspieler Henry aus Darmstadt ein Autogramm auf den Schläger.

Fans und Freunde jubeln am Flughafen

Goldjunge Zverev und Bronze-Schwimmerin Köhler landen in Frankfurt

  • VonEnrico Sauda
    schließen

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev und die Frankfurter Schwimmerin Sarah Köhler präsentierten stolz ihre Medaillen. Und ein Siebenjähriger hat ganz großes Glück.

Großer Bahnhof am Frankfurter Flughafen: Die beiden Medaillengewinner, Tennis-Ass Alexander Zverev und Schwimmerin Sarah Köhler , sind in Frankfurt gelandet. Er holte Gold im Einzel, sie über 1500 Meter Freistil Bronze. Er fliegt weiter nach München. Bleibt kurz für ein paar Autogramme, Selfies und Interviews, gibt dem siebenjährigen Henry aus Darmstadt, der mit Tennisschläger zum Terminal 1 gekommen ist, ein Autogramm. "Dann fliege ich nach Hamburg in meine Heimatstadt. Da will ich natürlich auch erst mal meine Zeit genießen in meiner Stadt. Dann geht es nach Hause zur Familie", sagt Sascha Zverev der versammelten Presse und den Fans.

Sarah Köhler "badet" in der Menge. Anhänger und Mitglieder der Schwimmgemeinschaft (SG) Frankfurt, für die sie startet, bereiten ihr einen wunderschönen Empfang. Die 27-Jährige ist zu Tränen gerührt. "Das habe ich nicht erwartet", sagt sie, nachdem sie Bekannte, Freundinnen und Funktionäre umarmt und geherzt hat. "Sie war immer schon ehrgeizig, aber dieser Erfolg, der war nicht vorherzusehen", sagt Heinz Stöcklin , Vorsitzender der Schwimmgemeinschaft.

Dasselbe sagt auch ihr Vater, Ralph Köhler , der ihr eine Goldmedaille gebastelt hat. "Sie hat nie ein Training verpasst", weiß er noch. Dass dies die erste Medaille für den deutschen Schwimmsport gewesen ist, sei zwar wichtig für den Verband gewesen, sagt die strahlende junge Frau, aber hauptsächlich ist sie froh darüber, dass sie sich einen Kindheitstraum erfüllt hat. "Ich hab's geschafft, und es kommt hoffentlich noch was danach." Sie hebt ihre Medaille hoch und sagt: "Das nimmt mir keiner mehr."

In Tokio habe sie "sehr viele schöne Momente erlebt", sagt Sarah Köhler. Glücklich sei sie darüber, dass sie viele mit ihrem Verlobten Florian Wellbrock teilen konnte; er holte ebenfalls Bronze über 1500 Meter Freistil. Traurig sei sie, dass sie nun "seine zehn Kilometer nicht live vor Ort sehen kann", aber die Richtlinien, die wegen der Pandemie in Tokio bei den Olympischen Spielen gelten, ließen dies nicht zu. Sie wird den Wettbewerb mit ihren "Schwiegereltern" vorm Fernseher verfolgen. Weil in Japan keine Zuschauer bei den Wettkämpfen zugelassen sind, "war es schön, dass wir gemerkt haben, welche Unterstützung von Zuhause kommt".

Schwimmerin Sarah Köhler (Mitte) wird von der Jugend ihrer SG Frankfurt empfangen. Die ist genauso stolz auf die Bronzemedaille.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare