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epa05455804 Goncalo Paciencia (C) of Portugal in action against Argentina players Lisandro Magallan (L) and Jose Luis Gomez (R) during the men's group D preliminary round match of the Rio 2016 Olympic Games Soccer tournament between Portugal and Argentina at the Olympic Stadium in Rio de Janeiro, Brazil, 04 August 2016. EPA/DIEGO AZUBEL +++(c) dpa - Bildfunk+++ |

Eintracht Frankfurt

Goncalo Paciencia, der Dampfmacher im Eintracht-Sturm

Eintracht-Neuzugang Goncalo Paciencia soll Haller und Jovic unter Druck setzen. Der 23-Jährige wechselt vom portugiesischen Meister Porto an den Main.

Wuchtiger Körper, gute Technik, dazu Qualitäten im Ballabschirmen mit dem Rücken zum Tor – das ist der neue Stürmer der . Was sich am Mittwoch angedeutet hatte, machten die Hessen gestern perfekt: Goncalo Paciencia wechselt vom portugiesischen Meister FC Porto an den Main und unterschrieb beim deutschen Pokalsieger einen Vierjahresvertrag bis Sommer 2022. „Wir bekommen mit ihm einen echten Mittelstürmer dazu, der unseren Kader noch variabler macht“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Die Eintracht muss für den 23-Jährigen nach FR-Informationen etwas mehr als drei Millionen Euro an den Champions-League-Teilnehmer aus der portugiesischen Hafenstadt überweisen. „Ich bin sehr glücklich, diesen fantastischen Verein zu repräsentieren“, schrieb Paciencia auf Instagram, „und freue mich auf die besten Fans in Deutschland.“ Sinn macht die Verpflichtung aus Frankfurter Sicht allemal: Zum einen ist der 1,84-Meter-Mann als Ersatz für Eintracht-Urgestein Alex Meier, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, und für Branimir Hrgota, der noch abgegeben werden soll, zu betrachten. Zum anderen soll Paciencia den beiden etablierten Kräften in vorderster Reihe kräftig Dampf machen: dem in der vergangenen Rückrunde schwächelnden Sebastian Haller und dem aufgehenden Stern, Luka Jovic. „Goncalo ist ein beweglicher Spieler, der aber auch den Ball in der Spitze halten kann“, sagte Bobic.

Paciencia stammt aus der Talentschmiede des portugiesischen Dauermeisters. Bereits mit acht Jahren kickte der Sohn von Porto-Legende Domingos Paciencia für die Blau-Weißen. Er durchlief sowohl beim Klub als auch beim Verband alle Nachwuchsteams. Vergangenen November gab er in einem bedeutungslosen Testkick gegen die USA sein Debüt in der portugiesischen A-Nationalmannschaft. Klingt vielversprechend, wenngleich die Trefferquote des Rechtsfußes ausbaufähig ist.

In der vergangenen Saison war Paciencia zunächst an Vitoria Setubal ausgeliehen. Nach zehn Toren in Liga und Pokal holte Porto das Eigengewächs im Januar zurück. Bis Rundenende stand er neunmal in der Liga auf dem Rasen – nie über 90 Minuten. Ein Treffer gelang ihm nicht. Ins USA-Trainingslager wird Paciencia nicht mehr nachreisen, stattdessen soll er in Frankfurt einige Tests absolvieren und ab kommender Woche zur Mannschaft von Trainer Adi Hütter stoßen.

Goncalo Paciencia ist der erste Portugiese überhaupt im Adler-Dress, er dürfte aber nicht der letzte bleiben. So nimmt nach FR-Informationen die Verpflichtung von Chico Geraldes immer konkretere Formen an. Die Eintracht soll sich mit dem 23-jährigen offensiven Mittelfeldspieler von Sporting Lissabon bereits einig sein. Lediglich über die Ablösesumme, die zwischen fünf und sechs Millionen Euro liegen soll, wird noch gefeilscht. Geraldes, 1,74 Meter klein, dribbelstark, gilt mehr als Vorbereiter denn selbst als Torschütze.

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