Servet Bicakci und Gürhan Temesel (rechts), Inhaber des White Box Döner, präsentieren zwei ihrer einzigartigen Kreationen: den SGE-Döner mit Grüner Soße und die vegane Variante mit Sellerie und Roter Bete.
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Servet Bicakci und Gürhan Temesel (rechts), Inhaber des White Box Döner, präsentieren zwei ihrer einzigartigen Kreationen: den SGE-Döner mit Grüner Soße und die vegane Variante mit Sellerie und Roter Bete.

SGE-Döner als Highlight

Neuer Imbiss in Frankfurt verkauft Döner mit Grüner Soße

  • Stefanie Wehr
    VonStefanie Wehr
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Ein neuer Imbiss in Frankfurt glänzt mit kreativen Varianten der türkischen Spezialität. Insbesondere eine Variante dürfte die Menschen anlocken.

Frankfurt – Döner mit Grie Soß‘? Und dazu frischer Meerrettich? Ja, das geht, die Kreation nennt sich „SGE-Döner“ und schmeckt richtig lecker. Diese Frankfurter Variante des Döners, als Hommage an die Eintracht, läuft beim neuen „Whitebox Döner“-Imbiss richtig gut - wenn auch nicht ganz so gut wie die ganz ordinäre Döner-Pommes-Box. „Ohne die geht nichts, das haben wir schnell gemerkt“, lachen Gürhan Temesel (40) und Servet Bicakci (36), die Inhaber vom Whitebox Döner an der Melibocusstraße 33.

Der neue Laden liegt nur einen Steinwurf vom Blackbox Burger, den die beiden seit fast sechs Jahren betreiben, dazwischen befindet sich ein Kiosk. „Wir hatten unser Lager vorher hier. Weil wir lange eine neue Location für die Döner suchten, dachten wir uns schließlich, warum bauen wir nicht das Lager aus?“, erzählt Temesel.

Döner in Frankfurt: Seit März am neuen Laden gefeilt

Gesagt, getan. Einige lange Corona-Monate gingen aber noch ins Land, bis die weißen Fliesen angebracht und das SGE-Graffiti an die Tür gesprüht waren und die ersten Döner über die Theke gingen. Seit März haben wir umgebaut. „Und wegen Corona haben wir lange überlegt, ob wir es überhaupt wagen sollen.“ Doch der Erfolg gibt den beiden gelernten Köchen recht: Der neue Imbiss kommt gut an, nicht nur bei den Burger-Stammkunden.

Nicht nur spezielles und einzigartiges wie Grüne-Soße-Döner, sondern auch die ganz normale, altbekannte Variante mit Kalbfleisch und Knoblauchsoße („Lecker“) oder nur mit Joghurtsoße („Einfach“) stehen auf der Karte. Alle Fladenbrot-Döner gibt es auch als Lahmacun, mit dünnem Teig gerollt. Der Belag ist aber fleischfrei, mit Paprika-Tomaten-Paste.

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Apropos fleischfrei: Der Whitebox Döner bietet auch einen in Frankfurt bislang seltenen veganen Döner. Dieser versucht aber nicht, den Fleisch-Döner zu imitieren, sondern wurde als Neukreation von den leidenschaftlichen Köchen geschaffen: Mit gebackenem und geschnetzeltem Selleriegemüse, frischem Salat, süßsauer eingelegter Roter Bete und einer süßen Mango-Chili-Soße.

Gastronomie in Frankfurt: Auch vegane Döner bei Whitebox Döner im Angebot

"Vegan wird immer wieder angefragt, und der vegane Döner läuft auch bisher gut. Vegane Burger wollen aber die wenigsten", hat Temesel festgestellt. Eine Fleisch-Gegnerin habe die Burger-Köche aufgefordert, eine vegane Variante anzubieten.

„Wir haben darauf reagiert und uns auf die Suche nach veganen Zutaten gemacht, inklusive der Brötchen. Als wir den Burger dann anbieten konnten, wollte ihn aber keiner mehr.“ Vielleicht ließen sich die „Flexitarier“, also Menschen, die nicht jeden Tag Fleisch essen, aber auch von den vegetarischen Brottaschen mit Falafelbällchen und frischer Kräuterjoghurtsoße überzeugen, die der Whitebox Burger bietet.

„Was bei uns großgeschrieben wird, ist Qualität, Frische und Geschmack“, sagen die beiden Inhaber. „Die Idee ist es, aus dem oft verteufelten Fast Food ein Slow Food zu machen, mit frischen Zutaten aus der Region.“ Denn Fast Food müsse nicht ungesund sein. Der beliebte Blackbox-Burger sei für seine gute Qualität im Stadtteil bekannt.

Viele Kunden kommen in der Mittagspause aus der Bürostadt. Von ihnen sind viele weggefallen, weil mehr im Homeoffice gearbeitet wird. „Corona hat uns schon zu schaffen gemacht“, sagt Temesel. Umso mehr freut er sich, dass der neue Imbiss auf den sozialen Medien schon kräftig gelobt wird. Sogar aus fernen Städten wie Fulda sei einer vor kurzem angereist, um den neuen Döner zu probieren.

Gastronomie in Frankfurt: Imbiss-Kultur im Whitebox-Döner

An der Melibocusstraße treten Temesel und Bicakci in große Fußstapfen: Im Blackbox Burger befand sich ehedem lange Jahre der Schnellimbiss von Berta Nowak. „Dort gab es Pommes und Burger, als Jugendliche sind wir sehr oft dort gewesen“, erinnert sich Bicakci. Die Nachfolger des Imbisses zogen ein paar Geschäfte weiter, mussten vor ein paar Jahren aber schließen.

Der Blackbox Burger und jetzt der Whitebox Döner erhalten also die Imbiss-Kultur in der Melibocusstraße. Manch einem ist der Preis für einen Kalbfleischdöner (7,90 Euro) zu hoch. „Aber an der Qualität bemessen, sind wir sogar günstig“, meint Temesel. (Stefanie Wehr)

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