Ina Mirel von der Klimaschutz-Initiative (l.) und Ortsvorsteherin Ulrike Neißner wünschen sich einen baldigen Umbau des Riedbergplatzes. FOTO: mag
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Ina Mirel von der Klimaschutz-Initiative (l.) und Ortsvorsteherin Ulrike Neißner wünschen sich einen baldigen Umbau des Riedbergplatzes.

Riedberg: Aufgeheiztes Frankfurt

Große Steinfläche auf dem Platz wird zum Glutofen

  • VonNiklas Mag
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Klima-Initiative schlägt Beete, Hecken und einen Baum vor - Unterstützung vom Grünflächenamt

Die Klima-Initiative Riedberg (KIR) kämpft für ihr nächstes Großprojekt: Der Riedbergplatz soll umgebaut werden. Und mit diesem Wunsch stehen die engagierten Nachbarn nicht alleine da. Der gesamte Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) unterstützt den Vorstoß. Erste Planungen sind sogar bereits abgeschlossen.

Ortstermin mit dem Architekten

"Anfang Juli fand hier ein Ortstermin statt. Auch Vertreter des Grünflächenamts und der Architekt des Platzes waren dabei", erzählt Ina Mirel von der Klima-Initiative. Hinzu kamen Vertreter des Stadtteilparlaments und der e KIR. "Im Prinzip geht es darum, dass der Riedbergplatz im Sommer keine Aufenthaltsqualität bietet." Die riesige Steinfläche heize sich bei Sonneneinstrahlung stark auf. Der Platz sei dann kaum noch zu passieren, sitzen möchte ohnehin keiner mehr hier, wenn es über 30 Grad hat. Mit Klimaanpassungsmaßnahmen will die KIR den Platz in Zukunft so umgestaltet sehen, dass dieser im Sommer mehr Aufenthaltsqualität und Kühlung für den Stadtteil bringt, statt diesen wie ein Ofen aufzuheizen.

Beim Grünflächenamt und bei der Managementgesellschaft für Hafen und Markt habe die Initiative einen ersten Entwurf eingereicht. Die Wochenmarkt-Organisatoren hätten diesen bereits abgenickt. "Der Platz wurde vor vielen Jahren auf diese Art und Weise geplant. Das war okay damals, aber die Herausforderungen, die auf uns zukommen, verlangen da eine gewisse Anpassung", findet Mirel. Die Eckpunkte des KIR-Entwurfs sehen unter anderem einen Stadtteilbaum vor. "In Anlehnung an die früheren Dorflinden, die man aus vielen Orten kennt", betont Ulrike Neißner (Grüne), Ortsvorsteherin des Ortsbeirates 12. "Auf diese Weise identifiziert man sich nicht nur stärker mit dem Platz, auch spendet der Baum Schatten und Bänke darum bieten Sitzmöglichkeiten", führt Mirel aus.

Kein Schatten oder Schutz

Der Spielplatz auf dem Riedbergplatz liege mitten in der Sonne, ist ummauert und werde deshalb bei Sonne auch unangenehm heiß. Ein Brutkasten, wie die Initiative diesen auf ihrer Webseite beschreibt. Schatten oder Schutz vor der Sonne gibt es für Kinder und Eltern nicht.

"Die Rutsche ist bei Hitze nicht benutzbar, weil sie aus Metall ist", moniert Ina Mirel. Die Kita Gipfelflitzer sei allerdings auf die Spielmöglichkeiten auf dem Platz angewiesen. Insgesamt wünscht sich die KIR mehr Verschattung der offenen Steinflächen durch Bäume oder auch Schirme, wenn nötig.

Bekannt ist auch, dass sich große Steinflächen in großem Maße aufheizen und das deutlich mehr als Beete oder Pflanzenansammlungen es tun. "Wir wünschen uns deshalb eine Entsiegelung der großen, leeren Steinflächen. Stattdessen sollen dort Hecken und Beete hin."

Das würde letztlich nicht nur den Besuchern des Platzes zugute kommen, sondern dem ganzen Stadtteil. Denn die Hitze, die der Platz im Sommer entwickle, hänge an heißen Tagen wie eine Wärmeglocke über dem Riedberg, erläutert Ina Mirel.

Die Gespräche mit dem Architekten seien konstruktiv gewesen, dieser habe angekündigt, die Vorschläge der KIR in seine Planungen mit aufzunehmen. Danach ist die Politik am Zug: "In einer der beiden ersten Ortsbeiratssitzungen nach der Sommerpause soll ein fertiger Entwurf präsentiert werden", erklärt Ulrike Neißner. Es sei zu hoffen, dass Geld für den Umbau Anfang des kommenden Jahres in den Haushalt eingestellt werden kann, danach wolle man auch den Entwurf ausrichten: "Viel Grün, aber einfache Maßnahmen, damit es schnell geht."

Jetzt ist die Stadt am Zuge

Die Entscheidung, ob der Platz letztlich umgebaut wird, liegt bei der Stadt, doch sei der Ortsbeirat bereit, gemeinsam anzuschieben: "Alle Parteien des Ortsbeirats stehen dahinter. So eine Einigkeit haben wir nicht bei allen Themen", betont die Ortsvorsteherin. Der Entwurf der Klimaschutzinitiative Riedberg ist unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de einzusehen. Niklas Mag

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