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Bereit für den großen Auftritt in der alten Oper in Frankfurt am Main: Der Männerchor der ?Concordia? Niederbrechen.

Männergesangverein

Großer Auftritt für die „Concordia“

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Die Zuhörer waren begeistert, der Dirigent mit der Leistung zufrieden und die Mitwirkenden zu Recht froh über ihren Erfolg. Der Männerchor der „Concordia“ Niederbrechen wirkte gemeinsam mit dem MGV „Liederkranz“ Rüsselsheim-Haßloch, dem Männerchor „Harmonie“ Hainstadt, dem Orchester „PrimArte“, Solisten und dem Gastgeber bei der großen Operngala des Polizeichors Frankfurt unter der Leitung von Steffen Bücher in der Alten Oper in Frankfurt mit. Durch den Abend führte der bekannte Fernsehjournalist und Moderator Frank Lehmann.

Ein vorweihnachtliches Konzert im Büsing-Palais in Offenbach hatte für den Männerchor der „Concordia“ ungeahnte Folgen. Die Sänger aus Niederbrechen machten den Frankfurter Polizeichor auf sich aufmerksam, und bald folgte eine Einladung zur Mitwirkung an der großen Operngala des Polizeichors in der Alten Oper in Frankfurt.

Die „Concordia“ ließ sich nicht lange bitten und änderten entsprechend das Programm ihres eigenen Frühjahrskonzerts, um sich gleichzeitig auf den Auftritt in Frankfurt vorzubereiten. Opernchöre waren daher das Thema für das Konzert der „Concordia“, das durch die Mitwirkung des Polizeichors und des Männerchors „Harmonie“ Hainstadt, der wie die „Concordia“ von Michael Knopke geleitet wird, einen Vorgeschmack auf den Musikgenuss in der Alten Oper bot (diese Zeitung berichtete).

Bis es allerdings so weit war, war noch viel Probenarbeit zu leisten. Die einzelnen Chöre übten intensiv das Repertoire der Operngala, und es gab mehrere gemeinsame Proben in Frankfurt. Die letzte Probe, diesmal mit dem Orchester, fiel allerdings für die meisten Sänger der „Concordia“ buchstäblich ins Wasser, denn wegen des heftigen Unwetters im Rhein-Main-Gebiet war kein Durchkommen mehr nach Frankfurt. Umso intensiver fiel die mehrstündige Generalprobe mit allen Beteiligten vor dem Konzert im großen Saal der Alten Oper aus, der Auflockerungs-, Atem- und Stimmübungen mit Michael Knopke vorangegangen waren.

Stolz, ein solches Projekt mit Laienchören realisieren zu können, zeigte sich der Leiter des Polizeichors, Eike Schütte. Die rund 150 Sänger, die sich in den wenigen Monaten der Vorbereitung zu einem harmonischen stimmgewaltigen Klangkörper zusammengefügt hatten, verfügten über das richtige Stimmvolumen, um einen so gewaltigen Raum wie den großen Saal der Alten Oper auszufüllen, und die Chöre aus Werken der großen Opernkomponisten Mozart, Wagner, Beethoven und Verdi in all ihren Facetten ausgefeilt und nuancenreich zu präsentieren, den Chor der Priester aus der „Zauberflöte“, den Chor der Gefangenen aus Beethovens „Fidelio“ oder den noch bekannteren Gefangenenchor aus Verdis „Nabucco“, den Pilgerchor aus Wagners „Tannhäuser“ und den Zigeunerchor aus Verdis „Troubadour“ – „Il trovatore“, wohl schon zu Lebzeiten des Komponisten so etwas wie ein Schlager.

Einfühlsam begleitet und unterstützt wurde der große Chor von „PrimArte“, einem Ausnahmeorchester mit hochbegabten Musikerinnen und Musikern, Preisträgern aus verschiedenen Nationen. Virtuosität, Glanz und Ausdruckskraft bewies das Orchester auch bei den Ouvertüren zur „Zauberflöte“ und zu „Carmen“ von Georges Bizet sowie bei der Begleitung der Solisten.

Die Sopranistin Marion Bücher-Herbst begeisterte ebenso wie Johannes Moon (Bass) und der aus Hawaii stammende und im Rheingau lebende Tenor Keith Ikaia-Purdy mit Arien und Duetten aus Opern von Mozart, Puccini und Verdi sowie gemeinsam mit dem großen Männerchor und dem Orchester, so auch bei dem Chor der Minister und Hauptleute aus Verdis „Aida“ zum Abschluss der Operngala. Bei der Arie „Nessun dorma“ aus „Turandot“ sorgte ein kleiner Frauenchor für einen zusätzlichen stimmlichen Glanzpunkt. Zum Quartett wurde das Trio am Ende durch die koreanische Sopranistin Soomin Yu.

Doch damit wollten die Zuhörer die Akteure nicht gehen lassen. Bravo-Rufe und nicht nachlassender Beifall wurden mit dem Chor der Matrosen aus Richard Wagners „Fliegendem Holländer“ honoriert. Stehende Ovationen waren der Dank des – wie von Frank Lehmann zu Beginn der Operngala prophezeit – verzauberten Publikums.

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