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Sind wieder im Einsatz: Am Parkplatz am Oberforsthaus werden Weihnachtsbäume durch FES-Mitarbeiter abtransportiert.

Müllabfuhr in Frankfurt

An diesen Terminen werden in Frankfurt die Weihnachtsbäume abgeholt

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Weihnachten ist vorbei und die Tannenbäume fliegen raus. Anstatt im Wohnzimmer zu leuchten, lehnen sie jetzt an Straßenlaternen, Stromkästen und Hauswänden. Oder landen direkt im Müll. Abgeholt werden sie jetzt wieder von den Frankfurter Entsorgungsbetrieben bei der Standardleerung sowie mit einem Sonderfahrzeug.

Spätestens mit Beginn des neuen Jahres ist es wieder so weit: Frankfurts Bürgersteige werden erneut zur öffentlichen Bühne für die ausgemusterten Weihnachtsbäume. Nicht in Reih’ und Glied, dafür aber oft im Abstand von nur wenigen Metern stehen oder liegen sie dort. Manche sind noch satt grün, andere wiederum tragen nur noch wenige vertrocknete Nadeln, der Rest liegt bereits auf dem Asphalt. Dort warten die Bäume auf ihre Abholung, denn seit 2016 sind die Frankfurter Entsorgungsbetriebe (FES) mit ihren sechs Tonnen fassenden Sonderfahrzeugen in den Stadtteilen unterwegs – vom 7. bis zum 25. Januar. So auch in diesem Jahr. Los geht es am kommenden Montag in Niederrad und Sachsenhausen-Nord, den Abschluss bilden Sachsenhausen-Süd und Schwanheim.

Abholtermine:

7.1.: Niederrad, Sachenhausen-Nord.

8.1.: Gallusviertel, Gutleutviertel, Griesheim.

9.1.: Bockenheim, Westend.

10.1.: Nordend.

11.1.: Oberrad, Ostend.

14.1: Bergen-Enkheim, Fechenheim, Riederwald.

15.1.: Seckbach, Bornheim.

16.1.: Berkersheim, Preungesheim, Eckenheim, Dornbusch.

17.1.: Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Harheim, Bonames, Frankfurter Berg.

18.1.: Kalbach, Riedberg, Niederursel, Eschersheim, Mertonviertel.

21.1.: Heddernheim, Ginnheim, Hausen.

22.1.: Praunheim, Rödelheim.

23.1.: Sossenheim, Nied, Höchst.

24.1.: Unterliederbach, Zeilsheim, Sindlingen, Flughafen.

25.1.: Sachsenhausen-Süd, Schwanheim, Goldstein.

(jdi)

Rund 80 000 Weihnachtsbäume fallen in Frankfurt Jahr für Jahr zur Entsorgungen an. So lauten zumindest die Schätzungen der FES. Mehr als 100 Tonnen Tannen werden Jahr für Jahr mit den Sonderfahrzeugen abtransportiert. „Da kommt aber noch mehr hinzu, schließlich gibt es ja noch andere Möglichkeiten, um die Tannen zu entsorgen“, sagt FES-Sprecher Stefan Röttele. Damit spricht er die Möglichkeit an, die Bäume abzuschmücken, diese auf einen Meter zu kürzen und dann neben die Bio- oder Restmülltonne zu stellen. Zwischen 100 und 150 Tonnen Weihnachtsbäume werden zusätzlich auf diese Art entsorgt.

Bis 2015 war dies übrigens – neben der Entsorgung auf einem der Wertstoffhöfe – die einzige Möglichkeit, sich in Frankfurt von seinem Weihnachtsbaum zu trennen. Doch an die Bitte von der FES, den Baum doch auf einen Meter zu kürzen, hielten sich nicht alle. Dies hatte zur Folge, dass weniger Bäume als zunächst gedacht in die Müllfahrzeuge passten, viele Tannen blieben bis zur nächsten Leerung stehen. „Das war einer der Gründe, warum wir uns damals entschieden haben, die Sonderfahrten einzuführen“, erklärt Röttele.

Brennende Bäume

Da klingt es zunächst etwas verwunderlich, dass die FES auf ihrer Internetseite bittet, nun auch die Bäume zu kürzen, die mit dem Sonderfahrzeug abgeholt werden. Das sei allerdings etwas missverständlich ausgedrückt, erklärt Röttele. „Alle Bäume, die höher sind als 2,50 Meter, sollten auf die entsprechende Länge gebracht werden.“ 2,55 Meter breit sei das Sonderfahrzeug. Es werde also nicht verlangt, dass die Frankfurter, die einen 1,50 Meter oder zwei Meter hohen Weihnachtsbaum besäßen, diesen kurz und klein schlagen müssten. „Der passt locker rein“, sagt Röttele.

Gebracht werden die eingesammelten Weihnachtsbäume übrigens zu einer der drei Sammelstellen im Stadtgebiet: am Freibad in Nieder-Eschbach, an der Darmstädter Landstraße in Sachsenhausen sowie am Oberforsthaus in Sachsenhausen. Von dort gehen sie alle den gleichen Weg: Sie landen in der Rhein-Main-Bio-Kompostanlage im Osthafen, ebenso wie die Fichten, Kiefern und Tannen, die mit dem Biomüll entsorgt werden. Einen anderen Weg hingegen nehmen die Nadelgewächse, die mit dem Restmüll abgeholt werden – das ist allerdings nur rund ein Viertel. Sie werden im Müllheizkraftwerk in Heddernheim entsorgt. Der Entsorger kann also quasi selber entscheiden, welchen Weg der in der vergangenen Wochen liebgewonnene Baum nimmt.

Nicht im Wald entsorgen

Wichtig dabei ist allerdings, dass die Bäume wirklich von Kugeln und vor allem Lametta befreit werden. Denn vor allem Stanniol-Lametta enthält größere Mengen an Blei, die bei der Kompostierung langfristig den Boden belasten können. Beim Verbrennen können außerdem giftige Dämpfe entstehen. Auch sollte der Baum nicht selbst entsorgt und irgendwo im Wald abgestellt werden. Zwar würde er sich zersetzen, allerdings nur sehr langsam. Deswegen werden solche Bäume als illegaler Abfall gewertet, was mit einem Bußgeld bestraft werden kann. Da empfiehlt es sich doch lieber, den Baum anderweitig zu nutzen. Mit den Zweigen können Beete abgedeckt oder das Holz als Brennstoff genutzt werden.

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