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Im Schatten der Friedberger Warte: Erstmalig schmückt ein Tannenbaum den 2017 fertiggestellten Platz, rote Kugeln mit auffälligen goldenen Schleifen verbreiten Weihnachtsstimmung.

Weihnachtsbäume

Stadtteile: 65 Tannen verbreiten von Bergen-Enkheim bis Zeilsheim Adventsstimmung

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Sachenhausen hat einen, Praunheim auch und Bergen-Enkheim gleich drei: Weihnachtsbäume. Nach und nach werden die insgesamt 65 Nordmanntannen in den Stadtteilen geschmückt und beleuchtet – pünktlich zum Adventswochenende. Den Anfang machte gestern der Baum an der Friedberger Warte.

Groß sind nicht nur die Kinderaugen, die auf den sechs Meter hohen Baum blicken, der seit gestern den Platz an der Friedberger Warte schmückt. Mindestens genauso groß sind die roten Kugeln, die in den oberen Ästen hängen, verziert mit einer goldenen Schleife – in den typisch weihnachtlichen Farben eben. An den unteren Ästen baumeln kleine und größere goldene Sterne.

So wie an dem erst 2017 fertiggestellten Platz an der Warte, der erstmalig mit einem Tannenbaum geschmückt wird, werden in den kommenden Tagen in fast allen Stadtteilen die Nadelgewächse geschmückt und die Lichter angeknipst. Insgesamt sind es 65 Tannenbäume an 58 Standorten in 15 von 16 Ortsbezirken, die in den nächsten Wochen weihnachtliches Flair versprühen. Während in manchen Stadtteilen kein einziger Baum steht, gibt es in anderen gleich mehrere. Denn ein Limit, wie viele Weihnachtsbäume jeder Ortsbeirat ordern dürfte, gebe es nicht, sagt Tobias Alex vom Amt für Kommunikation und Stadtmarketing. Allerdings müssten die Bäume „gleichmäßig auf die Stadtteile“ verteilt sein.

Auf Alex’ Schreibtisch landen Jahr für Jahr die Bestellungen für die Tannen. „Nur in seltenen Einzelfällen stimmen wir Baumgröße und -standort nochmals mit dem Ortsbeirat ab, wenn es Hinderungsgründe beim Aufbau gibt“, sagt Alex. Das könnten eine fehlende Hülse, die gewünschte Baumgröße oder auch der Aufstellungsort auf einer privaten Fläche sein.

So hässlich waren die Frankfurter Weihnachtsbäume in den letzten Jahren

Der Frankfurter Weihnachtsbaum 2018. © 
Ein Träumchen, das Bäumchen. Nur ein bisschen blass. © FNP
Fehlt da nicht irgendwas dazwischen? © FNP
Synchronität, Fehlanzeige. © FNP
Okay, es kann ja nur besser werden. Oder? © FNP
Äh, nein... © FNP
"The answer, my friend, is blowin' in the wind." © FNP
Etwas Hoffnung kommt, auf, aber nur etwas. © FNP
Und sie wird zugleich zunichte gemacht. © FNP
Aus der Kategorie "gerupftes Huhn". © FNP
Das Schrecken nimmt kein Ende. © FNP
Wenigstens ist dieser hier einigermaßen gerade geraten. To be continued... © FNP

Bei rund 50 000 Euro liegen die Kosten in diesem Jahr für die Stadtteilbäume – inklusive Anlieferung, Aufstellung sowie Abbau und Entsorgung. Damit kommt auf jedes Exemplar im Durchschnitt 860 Euro – unter Berücksichtung, dass die sieben Bäume auf dem Dalbergplatz in Höchst aus dem Budget des Ortsbeirates 6 (Frankfurter Westen) finanziert wurden.

Quer durch die Stadt verteilt leuchten schon heute die ersten Weihnachtsbäume, nur nicht im Ortsbezirk 1 – von der Innenstadt einmal abgesehen. Während der dortige Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Innenstadt, Gutleut, Gallus) gar keinen Baum geordert hat – stehen im Bezirk des Ortsbeirates 11 (Fechenheim, Riederwald, Seckbach) gleich acht weihnachtlich geschmückte Tannen. Jeweils drei in Seckbach und Fechenheim sowie zwei im Riederwald.

Angeführt wird die Liste freilich vom größten Ortsbezirk, dem Frankfurter Westen – 22 Tannen hat die Stadt in Sindlingen, Sossenheim, Goldstein, Griesheim, Zeilsheim, Nied, Unterliederbach, Schwanheim und Höchst aufstellen lassen. Zwischen zwei und fünf Tannen haben die meisten Stadtteilgremien geordert.

Winter im Sommer

Zwei bis sechs Meter hoch sind die Nordmanntannen aus dem Spessart, die die Stadtteile bis ins neue Jahr schmücken werden. Während die Bestellungen beim Amt für Kommunikation und Stadtmarketing eintrudeln – Bewerbungsschluss war übrigens bereits der 30. Juni – kümmert sich das Grünflächenamt um die Ausschreibung für die Tannen. Bis hin zur Abholung, wie Bernd Roser vom Amt erklärt. Dass er an den Winter denken muss, wenn draußen Temperaturen über 30 Grad herrschen, daran habe er sich mittlerweile gewöhnt. „Wir feiern eben Weihnachten im Sommer. Aber Spaß beiseite: Die Organisation nimmt natürlich Zeit in Anspruch“, sagt er.

Schließlich müssen die Bäume rechtzeitig stehen, damit sie in der Woche vor dem ersten Advent geschmückt und beleuchtet werden können. Wer sich darum kümmert, ist von Stadtteil zu Stadtteil verschieden – der Ortsbeirat, die Freiwillige Feuerwehr, Vereins- und Gewerberinge oder Kirchengemeinden sind aktiv. Der Schmuck wird meist von Kindern aus dem Stadtteil gebastelt.

Heute um 17 Uhr wird auch die Tanne auf dem Praunheimer Kreisel schick gemacht für die Weihnachtszeit. Wochenlang haben die Kinder des Kindergartens der evangelischen Wicherngemeinde dafür gebastelt. Kreativ werden musste auch der Vereinsring Praunheim – wieder einmal. Denn auf dem vor zweieinhalb Jahren fertiggestellten Praunheimer Kreisel gibt es nach wie vor keinen Strom. Wie auch schon 2017 wird die Lichterkette deswegen an einen Akku angeschlossen und am Donnerstag angeknipst.

Zwei Akkus für einen Baum

Damit der Baum aber auch wirklich durchgehend leuchtet, hat sich der Vereinsring ein zweites Exemplar organisiert und 600 Euro investiert. „Wir müssen nun alle acht Tage den Akku wechseln“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Till Emmer, der nicht versteht, warum mit dem Bau des Kreisels nicht auch ein Stromkabel verlegt wurde. Zumal der Vereinsring und der Bürgerverein es gefordert hatten. „Wahrscheinlich hat man es einfach vergessen und jetzt müsste man die Straße wieder aufreißen“, sagt er.

Probleme, die es auf dem neu gestalteten Platz an der Friedberger Warte nicht gibt – dort leuchtet der Baum mit Strom aus der Steckdose.

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