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Gugelhupf-Cafés in Frankfurt scheitern: Zahlreiche Beschäftigte verlieren Arbeit

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Von: Barbara Haas

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Die Tischfee, ein Digitalgerät zum Bestellen, gehörte zu den Besonderheiten in den Cafés.
Die Tischfee, ein Digitalgerät zum Bestellen, gehörte zu den Besonderheiten in den Cafés in Frankfurt. © Renate Hoyer

Die Oetker-Gruppe gibt ihr digitales Gastronomiekonzept in Frankfurt nach einem Jahr auf. 50 Angestellte von „Gugelhupf und du“ sind von den Schließungen betroffen.

Frankfurt - Am Eingang von „Gugelhupf und du“ verkündet ein Aushang, dass das Café dauerhaft geschlossen sei. Die Dr.-Oetker-Hospitality, die mit dem neuen digitalen Gastronomiekonzept in Frankfurt an den Markt ging, beendet ihren Geschäftsbetrieb Ende Juli. Das teilt Unternehmenssprecher Thierry Krauser auf Anfrage mit.

Die Tochterfirma des Bielefelder Dr.-Oetker-Nahrungsmittelkonzerns hatte das Konzept vor einem Jahr mit zwei Standorten im Thurn-und-Taxis-Palais und im Einkaufszentrum Skyline Plaza eingeführt. Zeit für den persönlichen Kontakt zu den Gästen, Wohlfühlatmosphäre und der Gugelhupfkuchen in allen Variationen gehörten zu den Besonderheiten der Café-Restaurants mit Bäckerei. Das Bestellen und Bezahlen von Snacks, Frühstück oder Getränken funktionierte ausschließlich digital. Wie in einem Onlineshop suchten sich Kundinnen und Kunden auf einem Terminal am Tisch das Gewünschte aus und bezahlten bargeldlos.

Gugelhupf-Cafés in Frankfurt schließen: Corona-Pandemie ist Grund für den Rückzug

Die noch vor der Corona-Pandemie entwickelten Gastronomiekonzepte der „Gugelhupf und du“-Restaurants seien „mit viel positiver Resonanz in den Test gegangen“, berichtet Thierry Krauser. „Die Auswirkungen der Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft, vor allem aber die anhaltend schwierige Personalsituation sowie massive Kostensteigerungen in der Gastronomie haben das Unternehmen jedoch dazu bewogen, nach der Testphase keinen Rollout der Konzepte durchzuführen“, sagt er über die Gründe für den Rückzug. Die Restaurantbetreiber hatten am Monatsanfang noch eine Fachkraft für Küche und Backstube gesucht.

Gugelhupf-Cafés in Frankfurt scheitern: Personal in der Gastronomie fehlt wegen Corona-Pandemie

Von der Schließung betroffen sind Krauser zufolge rund 50 Angestellte, etwa 30 davon mit geringfügiger Beschäftigung oder in Teilzeit. Auch die drei „Pudu Pudu“-Puddingstores, ein weiteres Konzept, das die Dr.-Oetker-Hospitality im vergangenen Jahr in Kalifornien einführte, stellen den Betrieb ein.

In der Gastronomiebranche machen sich die Auswirkungen der Lockdowns während der Corona-Pandemie immer stärker bemerkbar. Personal wanderte ab, Stellen blieben unbesetzt. Nach Einschätzung des Hotel- und Gaststättenverbands fehlen in Hessen zurzeit rund 12.000 Kräfte.

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