Gute Chancen für neue Arena

Seit Jahren versucht die Stadt, einen Investor für eine Multifunktionsarena zu finden. Jetzt ist man einen Schritt weiter gekommen: Es gibt drei verschiedene Investoren, die am Kaiserlei bauen wollen.

Gute Nachrichten für die Freunde von Eishockey und Basketball: Für die beiden Sportarten könnte es bald die langersehnte neue Halle geben. Auf die Ausschreibung für eine Multifunktionshalle am Kaiserlei haben sich mehrere Investoren gemeldet. „Es gibt drei vielversprechende Bewerber“, erklärt Sportdezernent Markus Frank (CDU). Nun würden die Unterlagen, die von „in der Branche bekannten“ Unternehmen eingereicht wurden, gesichtet und Gespräche geführt. Unter anderem würden die Finanzkraft der Interessenten und die Schlüssigkeit ihres Konzeptes geprüft. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Mal vorankommen“, sagte Frank am Donnerstagabend im Sportausschuss des Stadtparlaments.

13 000 Menschen sollen in der Halle Platz finden, Kosten von bis zu

150 Millionen Euro

werden erwartet. Bauen soll der Investor, die Städte Frankfurt und Offenbach, auf deren Boden die Grundstücke liegen, geben eben diese in Erbpacht her, zahlen aber sonst nichts. Geändert werden muss allerdings noch ein Bebauungsplan auf Offenbacher Seite.

Einen kleinen Seitenhieb auf die Nachbarstadt konnte sich Frank nicht verkneifen: „Offenbach bezweifelte ja, dass es überhaupt Interessenten für die Multifunktionsarena gibt.“ Doch diese Zweifel hätten sich jetzt als unbegründet erwiesen. Eine Multifunktionsarena wäre ein „weiterer Höhepunkt für die Sportstadt Frankfurt“, betonte Frank.

„Ich bin froh, dass jetzt aussichtsreiche Bewerber da sind“, sagt der Vorsitzende des Sportkreises, Roland Frischkorn. Die Multifunktionshalle sei wichtig für die Entwicklung des Sports in der Stadt. Für die Eishockey-Mannschaft der Löwen Frankfurt und die Basketballer der Skyliners sei es „eine große Chance zur Weiterentwicklung“. Beide sollen Ankermieter der neuen Halle werden, fordern den Bau seit Jahren und sollen nun in die Gespräche mit den potenziellen Investoren eingebunden werden. Eishockey und Basketball würden nach Frischkorns Schätzung rund die Hälfte der rund 130 Veranstaltungen, die vergleichbare Hallen in Hamburg oder Berlin füllten, ausmachen. Neben dem Sport sollen unter anderem auch Konzerte stattfinden.

„Auch für die Eissporthalle würde es eine Entlastung bedeuten“, freut sich Frischkorn. Für die Ballsporthalle würden sich sicher andere Nutzer finden.

Der Sportkreisvorsitzende lobt in diesem Zusammenhang nicht nur die Skyliners, die eine starke Saison in der Bundesliga und international spielen. „Von ihnen kann man lernen“, findet Frischkorn und meint damit vor allem das Engagement im Schul- und Breitensport. „Dank der Skyliners ist Basketball mittlerweile Sportart Nummer fünf in der Stadt.“ Für Handball, Volleyball oder auch Tennis könnte dies ein Vorbild sein.

(ses , mu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare