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Noch mehr Streiks? Piloten haben im Tarifkonflikt das letzte Wort

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Hängepartie bei der Lufthansa: Es gibt zwar ein Verhandlungsergebnis für die Piloten, doch hat die Gewerkschaft bislang nicht zugestimmt. Jetzt kommt es auf die Mitglieder an.

Update vom Donnerstag, 27. Juli, 15:28 Uhr: Frankfurt - Bei den Tarifverhandlungen für die Stammpiloten der Lufthansa kommt es laut der Deutschen Presse Agentur (dpa) jetzt auf die Mitglieder der Vereinigung Cockpit an. So sollen sie nun darüber entscheiden, ob sie das erzielte Verhandlungsergebnis annehmen oder beispielsweise erneute Warnstreiks anstreben.

Hängepartie Lufthansa: Kommission will Votum der Mitglieder folgen

Laut dpa-Mitteilung vermied die Tarifkommission der Gewerkschaft am Mittwoch (26. Juli), sich eindeutig zu dem Verhandlungsstand zu bekennen, den sie mit Lufthansa erzielt hatte. Sie äußerte aber die Ansicht, dass auf dem Verhandlungsweg kein besseres Ergebnis erreicht werden könne. Das Unternehmen sprach hingegen am Donnerstag (27. Juli) von konstruktiven Verhandlungen, die zu einem guten Ergebnis geführt hätten.

In einer Mitgliederinformation kündigte die Tarifkommission an, alle Teile des Pakets in Rundschreiben, Meetings und Podcasts erklären zu wollen. Ein konkreter Zeitrahmen wurde jedoch nicht genannt. Es hieß, dass die Mitglieder „in ein paar Tagen“ alle Details erfahren würden. Laut Mitteilung werde man Stärken, aber auch Schwächen transparent erläutern. Die Kommission werde danach dem Votum der Mitglieder folgen.

Tarifverhandlung Lufthansa: Erneuter Streik der 5.200 Piloten ist noch nicht vom Tisch

Ein erneuter Streik der rund 5.200 Piloten der Lufthansa und der Lufthansa Cargo sei somit noch nicht vom Tisch. Am 2. September 2022 hatten Piloten bereits mit einem Warnstreik den Flugbetrieb am Flughafen Frankfurt lahmgelegt.

Laut dem Portal Aero.de sieht der ausverhandelte Kompromiss ab dem Jahr 2024 7,5 Prozent mehr Geld vor, außerdem einen einmaligen steuerfreien Inflationsausgleich von 3000 Euro. Ursprünglich wurden 8,5 Prozent mehr Gehalt gefordert.

Tarifverhandlungen bei der Lufthansa vor dem Ende: 7,5 Prozent mehr Gehalt für Beschäftigte

Erstmeldung vom Mittwoch, 26. Juli, 13.59 Uhr: Frankfurt - Bei den Tarifverhandlungen zwischen der Fluggesellschaft Lufthansa und ihren Stammpiloten in Frankfurt zeichnet sich eine Lösung ab - und das ohne weitere Streiks. Laut der Deutschen Presse Agentur (dpa) sei knapp vier Wochen nach Ende der Friedenspflicht am Dienstag (25. Juli) ein Kompromiss erarbeitet worden. Dies bestätigten Insider der dpa am Mittwoch (26. Juli). 

Lufthansa
Flugzeuge von Lufthansa stehen auf einem Flughafen. © Boris Roessler/dpa/Archivbild

Nach Angaben fehlten noch entsprechend zustimmende Beschlüsse der Tarifkommission und des Vorstands der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. So könnten rund 5200 Piloten befragt werden, ob sie mit den Vorschlägen einverstanden sind. Das Unternehmen wollte dazu zunächst keine Stellung nehmen.

Laut den Luftfahrtnachrichten Aero.de sollen die Beschäftigten der Stamm-Airline und der Lufthansa Cargo ab dem kommenden Jahr 7,5 Prozent mehr Geld erhalten. Daneben sollen die Beschäftigten einen einmaligen steuerfreien Inflationsausgleich von 3000 Euro erhalten. Zunächst wurden 8,5 Prozent mehr gefordert.

Urlauber stehen mit Koffern und Taschen am Flughafen am Düsseldorf.
Im September streikte die Fluggesellschaft Lufthansa am Frankfurter Flughafen. © Rupert Oberhäuser/Imago

Neben einem neuen Vergütungstarifvertrag ginge es in Verhandlungen auch um Dienststrukturen. Piloten forderten neue Regeln zu Flugdienst- und Standby-Zeiten sowie zu zusammenhängenden dienstfreien Tagen. So konnten bedeutende Einigungen bei den Arbeits- und Bereitschaftszeiten im Manteltarifvertrag erzielt werden, sowie die Abschaffung einer zweiten Tarifschiene. Diese wurde vor Jahren für Neueinsteiger eingeführt.

Tarifabschluss Lufthansa: Warnstreik im September legte Flugverkehr in Frankfurt lahm

Bereits am 2. September 2022 hatten Piloten mit einem Warnstreik den Flugbetrieb lahmgelegt. Mehr als 800 Flüge mit rund 130 000 betroffenen Passagieren fielen an dem Tag aus. Beide Seiten hatten im September eine zeitlich begrenzte Zwischenlösung mit pauschalen Gehaltserhöhungen vereinbart. (Stefanie Lipfert)

In Hessen starteten am 21. Juli die Sommerferien und mehr als 200 000 Fluggäste wurden für das erste Ferienwochenende erwartet. Der Frankfurter Flughafen rüstet sich für den Ansturm.

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