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Machte sich seit Jahre für den Kunstrasenplatz stark: Ortsvorsteher Ernst Peter Müller.

Sitzung des Ortsbeirates 15

Halle, Platz und Jubiläen: Sportdezernent stellt Zeitplan vor

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Der TUS Nieder-Eschbach bekommt einen Kunstrasenplatz. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 15 stellte Sportdezernent Markus Frank den Zeitplan vor.

2019 nach der Fußball-Saison bekommt der TUS Nieder-Eschbach einen Kunstrasenplatz. Dies kündigte Sportdezernent Markus Frank (CDU) in der Sitzung des Ortsbeirats Nieder-Eschbach an. „Sechs neue Kunstrasenplätze werden 2019 stadtweit angelegt“, sagte er (wir berichteten).

In der Bürgerfragestunde des Ortsbeirats gab es wohlwollendes Kopfnicken für diese Ankündigung. Eine ganze Mannschaft war angetreten. Sie saß bei den Zuschauern und hörten sich den Vortrag Franks an. Steffen Wende, der Vorsitzende des TUS, bat: „Es wäre schön, wenn wir den neuen Platz am 17. August einweihen könnten. Da feiert der Verein 125-jähriges Bestehen. Aber notfalls nehmen wir den Platz auch später an.“ Frank war erleichtert, dass der Verein zu diesem Zugeständnis bereit sei. Denn: „Mit dem 17. August wird es wohl nichts werden.“ Der Leim, mit dem der Kunstrasen aufgeklebt würde, sei temperaturempfindlich. Das könne man nicht im März machen und auch nicht bei extremer Hitze. So gesehen – der Dezernent rechnet mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten – dürfte der Platz, wenn Anfang Juli mit den Bauarbeiten begonnen wird, frühstens Anfang Oktober fertig sein. Michael Stauder (CDU), Fraktionschef der CDU im Ortsbeirat, erinnerte daran, dass die Fußballabteilung des TUS zuletzt stark gelitten hatte, weil Jugendliche in Nachbarvereine abgewandert seien, die bereits einen Kunstrasenplatz hätten.

Michael Paul (Grüne) verband den Kunstrasenplatz mit noch einem weiteren Anliegen der Nieder-Eschbacher: Der neuen Sporthalle der Otto-Hahn-Schule, auf die der Ortsteil nun schon jahrelang wartet. „Vielleicht kann diese Halle rechtzeitig fertig werden, wenn wir 2022 das 1250-jährige Bestehen Nieder-Eschbachs feiern.“ Dann jähre sich auch die Eingemeindung nach Frankfurt zum 50. Mal. Markus Frank konnte da jedoch keinerlei Zusagen machen: „Meine Zuständigkeit als Sportdezernent ist begrenzt. Und ich bin froh, wenn meine Baustellen rechtzeitig fertig werden.“

Dennoch beharrten viele Nieder-Eschbacher auf einem Gespräch über die neue Halle – vor allem auch, weil sie eine Tribüne benötigen. „Ich habe darüber schon mit Bau-Dezernent Jan Schneider gesprochen“, versicherte Frank. „Aber je mehr Argumente Sie mir nennen, desto leichter wird es, die Halle mit Tribüne zu planen.“ Nicht zuletzt sei dies eine Frage des Geldes. Gründe wurden viele genannt: Die Halle müsse auch als großes Festsaal dienen, nicht zuletzt vielleicht bei der 1250-Jahr-Feier.

Rainer Drephal (Freie Wähler) verwies darauf, dass die Handballer früher bis zu 700 Zuschauer bei ihren Heimspielen hatten, mit Abriss der Tribüne in der Turnhalle jedoch kaum noch jemand komme. Nicht zuletzt verwies die anwesende Leiterin der Otto-Hahn-Schule darauf, dass eine Tribüne erforderlich sei, wenn große Schulsportwettbewerbe stattfänden. Zumal die Schule weiter wachse.

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